FAQ: Sucht man sich sein Krafttier selbst aus?


DelphinIn der Rubrik der FAQ – den häufig gestellten Fragen – wenden wir uns Fragestellungen zu, die uns auf unseren Seminaren oder auch im sozialen Netz gerade von AngfängerInnen besonders häufig begegnen.

Heute:
„Sucht man sich sein Krafttier eigentlich selbst aus?"

 

 

 

Das Krafttier wie es in verschiedenen schamanischen „Schulen" unter ganz unterschiedlichen Namen auftaucht, ist ein Seelengefährte in Tiergestalt. Siehe dazu auch unseren Blogbeitrag „Das Tier im Menschen" . Oft hilft das persönliche Krafttier, bestimmte spirituelle Entwicklungen zu durchleben, verlorene Seelenanteile zu finden oder ganz allgemein persönliche seelische Schwächen auszugleichen und zu entwickeln. Das Krafttier ist also aufs innigste mit dir verbunden.

Insofern: Nein, man sucht sich nicht nach Gutdünken ein Tier aus, das einem besonders gut gefällt. Auch ist nicht jede Tierbegegnung – auch wenn sie mehrfach geschieht – ein Hinweis auf dein Krafttier. Vielmehr findet man sein Krafttier auf einer schamanischen Reise, einer trancehaften Erfahrung. Hierzu gibt es verschiedene schamanische Traditionen. Bei manchen dieser Traditionen wird die schamanische Reise innerlich wie äußerlich erlebt: Der inneren Seelenreise steht dann eine äußere Queste, eine Wanderung gegenüber. Hierbei kann es dann tatsächlich dazu kommen, dass das begegnende Tier sowohl innerlich-seelisch als auch äußerlich-physisch auftritt. In den meisten Fällen jedoch wird die schamanische Reise in einem geschützten Rahmen abgehalten und du begegnest Deinem Krafttier in diesem inneren Prozess, in den Du durch Trommel- oder Rasselrhythmen geführt hineingleitest. Zum Kennenlernen deiner Verbündeten bereist Du die 3 Welten des Schamanenbaums, lernst, wie Du in Kontakt treten und Du sie später rufen kannst. Die schamanische Reise ist insofern keine esoterische Fantasiereise, es ist ein authentisches Erleben innerseelischer Wirklichkeiten. „Krafttierreisen" auf CDs entsprechen dieser Authentizität nicht, da die/der schamanische FührerIn zu Beginn der Reise auch den Raum eröffnet, die Geisttiere ruft und den Raum während des Prozesses hält. Auch das Ziehen von Krafttierkarten hat nichts mehr mit der echten schamanischen Krafttiersuche gemein.

Je nach praktizierter Tradition kann es geschehen, dass sich mehrere Tiergeister als Krafttier „anbieten". Wenn dies geschieht, hat man natürlich die Möglichkeit, ein Krafttier auch „abzulehnen". Man sollte jedoch auch dies mit größter Sorgfalt tun, denn gerade Tiere, die einen zunächst ängstigen, ekeln usw. können meist tief verborgene Seelenanteile ins Bewusstsein bringen und spirituelle Entwicklungen ungeheuren Ausmaßes in Gang setzen. Ein Krafttier wird dir niemals schaden. Insofern wiederum: Ja, man hat Einfluss auf die Wahl seines Seelengefährten, diese Entscheidung erfolgt aber nicht nach Imposanz des Tieres, oder aus dem Kopf heraus, sondern ist eine Herzensentscheidung. Je nach Methodik und Tradition kann man nur ein oder auch mehrere Krafttiere besitzen, man bleibt ein Leben lang verbunden oder die Verbindung währt nur solange der spirituelle Entwicklungsprozess andauert.

Krafttiere sind wunderbare Helfer und Begleiter. Sie führen dich an unbekannte Orte deiner inneren Wirklichkeit und nicht selten findest du in physischen Tierbegegnungen dann einen Spiegel der Vertrautheit.

 

 

Bsp: 24.-27.10.2019 Die Krafttiere und Verbündete der Schamanen

 

Bild © digistore24/freshfotos


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