Vertrauen in die unmittelbare Erfahrung


Frau auf Felsen. Daneben KrafttierkartenWir haben uns sehr weit von der unmittelbarung Erfahrung entfernt. Wir lassen uns gerne von anderen bestätigen, was wir sind, was unsere Stärken sind und was wir brauchen. Die unmittelbare Erfahrung trauen wir uns oft gar nicht zu.

Ein Beispiel hierfür sind Krafttierkarten. Ich will gleich vorab betonen, dass ich selbst das eine oder andere Set im Regal stehen habe. Es geht hier also nicht darum diese schlecht zu reden. Doch das Ziehen einer Krafttierkarte ist im Grunde nichts anderes als eine Divinationstechnik, ein Orakel – ähnlich dem Tarot oder dem I GING. Es kann uns – verschlüsselt – Hinweise geben, aber es ist eben keine unmittelbare Erfahrung.

Gerne wird dies verwechselt. >Man „weiß" schon, was das eigene Krafttier ist, erst kürzlich habe man den „Otter" gezogen<. Das Ziehen einer solchen Karte ist aber etwas völlig anderes als der unmittelbare Kontakt zu Deinem Krafttier. Auch wird die Authentizität dem Erlebnis einer schamanische Reise nicht im geringsten gerecht. Die unmittelbare Erfahrung einer Trance, der Kontakt zu Deinen Spirits, ist in etwa so weit von dem Ziehen einer Karte entfernt wie das unmittelbare Erleben einer Liebesbeziehung vom Lesen einer Hochzeitsanzeige.

Wir haben einen langen Weg hinter uns, in dem uns religiöse und politische Führer gesagt haben, was wir erleben dürfen und was nicht. Diese Impfung über Generationen sitzt heute in vielen so tief, dass sie sich nicht einmal mehr vorstellen können, selbst zu Techniken wie einer schamanischen Reise, einer Krafttiersuche, dem unmittelbaren Kontakt zu Naturwesen, oder ähnlichem überhaupt fähig zu sein. Dabei ist diese Fähigkeit so grundlegend in uns verankert wie die Atmung oder die Wahrnehmung des Windes auf unserer Haut – wenn wir nur bereit sind, das Gebäude der Angst und des Misstrauens unseren eigenen Fähigkeiten gegenüber zu verlassen.

Die Methoden rituellen Bewusstseinswechsels sind zahllos. Seit Beginn der Menschheitsgeschichte, hat sie sich der Mensch angeeignet, aus sich selbst heraus und in Kontakt mit den uns umgebenden nichtphysischen Wesen. Wir beherrschen sie – Du beherrscht sie. Das kann ich versprechen. Manchmal braucht es ein-zwei Anläufe bis wir bereit sind, unsere innere Blockaden fallen zu lassen. Es bedarf der Übung sicherlich. Auch das Laufen haben wir als Kind nicht von heute auf morgen gelernt. Doch die Fähigkeit dazu ist da. Darum sollten wir die unmittelbare Erfahrung stets sekundären Hilfsmitteln vorziehen. Würdest Du eine Tarotkarte ziehen, die Dir sagt, was Du mit Deinen Augen ohnehin siehst?

Divinationstechniken haben ohne Zweifel ihren Sinn. Aber sie sollten nicht zur Mauer zwischen uns und der Anderen Wirklichkeit werden. Hab den Mut und das Vertrauen in Deine Kräfte!

 

Tipp:
Schamanische Reise I
Schamanische Reise II
Zwischen Körper & Geist: Die Ätherwelt

 

 

Bild © Stefan Brönnle


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