Basalt macht fromm


Sechseckige BasaltformenIn der in den 1970er und 1980er Jahren populär gewordenen Religionsgeographie, die sich auch zur eigenständigen Wissenschaftsdisziplin zu formieren suchte, gab es einen Satz, der auf Beobachtungen beruhte: Basalt macht fromm! Menschen, die auf Untergrund aus Basalt lebten, schienen zu einem stärkeren religiösen Ausdruck zu neigen, was sich z.B. an der Zahl und der Aufwändigkeit gestalteter Bildstöcke, der Zahl der Kirchen usw. ablesen ließ.

Gesteine haben ihre psychische und dadurch letztlich auch eine physische Wirkung. Die Steinheilkunde macht sich dies u.a. zunutze. Die Wirkung des Gesteins beruht dabei auf drei Faktoren: Seinem Inhalt, also seinen Bestandteilen, seinem Entstehungstyp und seiner zugrundeliegenden Geometrie, also der Form.

Inhalt

Basalt ist ein basisches Ergussgestein. Es besteht vor allem aus einer Mischung von Calcium-Eisen-Magnesium-Silikaten und calcium- und natriumreichem Feldspat. Calcium (Ca) gibt uns seelisch Selbstvertrauen, Eisen (Fe) fördert dagegen die Willenskraft. Als Metall wird Eisen dem Planeten Mars mit seiner Tatkraft zugeordnet. Magnesium (Ma) dagegen entfaltet eine fast gegenteilige Wirkung: Es entspannt und verleiht ein friedliches Gemüt. Natrium (Na) gibt innere seelische Struktur und fokussiert freie Energie auf gesetzte Ziele. Daneben fördert es auch den Traditionssinn. Das im Silikat enthaltene Silicium (Si) gibt ebenso innere Stabilität, öffnet aber auch das Herz. Die Mineralien, aus denen Basalt besteht, stärken also das Selbstvertrauen und die Tatkraft. Sie helfen die Energie auf ein Ziel auszurichten, ohne die Traditionen anzugreifen. Tatkraft und die Offenheit des Herzens halten sich die Waage. Die Stabilität und den Traditionssinn können wir dem Erdelement zuordnen, die Tatkraft und die Herzenskraft dagegen dem Feuerelement. Diese Polarität von Stabilität und Dynamik scheint dem Basalt wesensimmanent zu sein und begegnet und auch gleich in Entwicklung und Formstruktur.

Entwicklung

VulkaneruptionWie der große Steinheilkundler Michael Gienger erläuterte, wirken die drei Gesteinsentstehungstypen - primäre, sekundäre und tertiäre Entstehungsweise - auf ganz spezifische Weise auf die Menschen ein, die auf ihnen leben: Beim primären Bildungsprinzip, zu dem der Basalt gehört, also das magmatische Gestein, kommt es zu Gesteinsbildungen aufgrund von Abkühlung und Erstarrung magmatischer Flüssigkeiten. Das Feuerelement, die Hitze der magmatischen Flüssigkeit, verdichtet sich durch Abkühlung zum strukturgebenden Erdelement. Innere Potenziale, also Stoffe, die in der Magma-Masse enthalten sind, werden durch Außenfaktoren (Druck,Hitze, Abkühlungsgeschwindigkeit, usw.) variiert, und so werden unterschiedliche Gesteine gebildet. Dieser Entstehungsvorgang wirkt nun gesteinsimmanent auf unsere Psyche, d. h. Menschen, die auf Primärgestein (eben Basalt) leben, werden darin unterstützt, ihr seelisches Potential zu entwickeln. Die vorhandenen Seelenkräfte richten sich sozusagen aus wie die Mineralstoffe im Gestein. Da dieses innere Potential unsere Wesensidentität oder Aufgabe darstellt, repräsentiert seine Entwicklung unseren spirituellen Weg. Basalt macht fromm.

Form

amorpher BasaltDie Magmamasse bildet bei rascher Abkühlung amorphe Formen. Die inhärente formbildende Kraft wird jedoch offenbar, wenn die feurige zähe Masse langsam abkühlt, während sie sich noch aus dem Erdinnern nach oben bewegt. Der sich bildende Basalt bildet dabei vor allem sechseckige Säulen aus.

Das Sechseck ist eine in der Natur bewährte Geometrie für flächenhafte Gebilde. Mit regelmäßigen Sechsecken lassen sich problemlos Flächen füllen. Daher ist die Geometrie des Sechsecks in der Natur außerordentlich häufig vertreten: Die Facettenaugen der Libelle z.B. bestehen aus 28.000 Sechsecken, jedes ein eigenes Auge, deren Bilder eine stabile und funktionale Gesamtsicht der Umgebung des Insekts polygonale Basaltsäulenermöglichen. Johannes Kepler widmete seine Schrift „Vom sechseckigen Schnee" von 1611 der Geometrie des Schneekristalls und viele Pflanzen bevorzugen bei ihren Verzweigungen den Sechseck-Winkel von 120 Grad. Nicht zuletzt kennen wir natürlich die Brutwände der Bienen, deren Waben aus regelmäßigen Sechsecken bestehen. Der Grund für diese Häufigkeit in der Natur: Das Sechseck zeichnet sich durch eine große Stabilität aus. Auch die einzelnen Kristallflächen des Diamanten bestehen aus Kohlenstoff-Sechsecken, was ihm seine große Härte verleiht.
Gegenüber Sandstein, Kalkstein, aber auch Schiefer, zeichnet sich auch Basalt durch seine große Härte und Dichte aus. Obgleich aus dem Feuer geboren, ist der Basalt sehr erdhaft. Zudem ist es energieeffizienter, Sechsecksäulen auszubilden. Würden die Säulen in Quadrat- oder Dreiecksformen auskristallisieren, was geometrisch ebenso Flächen füllen würde, so wären pro Flächeneinheit dazu mehr Risse nötig. Das Sechseck nähert sich dem Kreis an.

Wir können leicht ein Sechseck konstruieren, indem wir auf dem Kreisumfang den Radius des Kreises mit einem Zirkel abtragen. Inneres und Äußeres des Sechsecks, also der Radius und die Seitenlänge sind gleich. Innen wie außen. Das Sechseck überträgt also das innere Potenzial nach außen. Es verbindet das Feuer des Spirits mit der Materie (Erdelement). In der Sexualität (sechs = Sex) bindet sich der Geist an die Materie, da neues Leben entsteht. Die Symbolik des Sechsecks gibt dies geometrie- und zahlensymbolisch wieder.

Ätherische Kraft

So finden wir im Basalt tatsächlich seinen Inhalt, seine Entwicklung und Form wieder: Basalt entwickelt das ungelebte Potenzial, er ist ebenso Stabilitäts- wie Tatkraft fördernd, er verhilft dazu, dass sich das innere Wesen nach außen bewegen kann und macht uns so selbstbewusst. Er verhilft dazu, das innerste Wesen in der Materie leben zu können. Basalt macht fromm.
Auch ätherisch sind im Basalt vor allem die beiden Elementeäther Erde und Feuer spürbar. Die hohe Dichte spiegelt sich im Erdäther wieder, der den Basalt durchdringt und umhüllt. Die Wurzeln des Gesteins aber liegen im Feuer der Erde und so besitzt Basalt immer die ätherische Wärme des Feuerelements, aus dem er entsprungen ist.

 

Bilder:
Bild Vulkan: fotolia.com
Alle anderen Bilder © Stefan Brönnle

 


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