Aneignungen als Liebesritual zwischen Mensch und Erde


Steinsetzung geschmücht mit BlumenEs ist wunderbar, wenn Menschen sich Ihren Ort "aneignen"! Oft bedarf es nur geringer Impulse - wie hier einer Steinsetzung im Rahmen einer geomantischen Werkschule in Rothenburg (LU) (oben) und einer Steinsetzung in Immenstadt (unten) - damit sich der Ort den Menschen und die Menschen dem Ort öffnen. Wenn wir anfangen, mit den Kräften des Ortes zu kommunizieren, beginnt auch die Seele mit dem Kosmos zu sprechen, geistige Türen öffnen sich und ermöglichen Entwicklung.

Oft kommt es zu sehr ähnlichen Reaktionen: Der Ort wird geehrt, geschmückt und damit innerlich und ganzheitlich gesehen. Solche Ehrungen sind keine Anbetungen - ein Sachverhalt, der im Christentum gerne und oft mit voller Absicht missverstanden wurde und wird. Ehrungen sind Respekts- und Dankesrituale. Sie haben keinen zielorientierten Zweck, sondern sind unmittelbarer Ausdruck des Bedürfnisses der menschlichen Seele, mit seiner Umwelt in Harmonie zu leben. Am ehesten können wir dies als Liebesbekundungen verstehen. Das innere Berührtwerden verlangt nach einer äußeren Berührung. Dies wird in der Regel gestalterisch umgesetzt, manchmal aber auch in Gesang und Tanz.

 

 

Steinsetzung mit BlumenEine solche Aneignung ist keine egoistische Inbesitznahme, sie ist Ausdruck einer Liebesbeziehung zwischen Mensch und Erde, einer Liebesbeziehung, die einst die Grundlage unserer Existenz bildete. Erst durch deren Verlust konnte es zu ökologischen Katastrophen der heutigen Tage kommen: Plastikmassen im Meer, Überweidung, Überfischung, Rodungen, Luftvergiftung,... Liebende tun sich so etwas nicht an. Liebende begegnen sich. Liebende öffnen sich.

Darum geben derartige spontane Aneignungen Hoffnung auf ein neues-altes Verhältnis von Erde und Mensch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder: Oben Steinsetzung Rothenburg LU
unten: Steinsetzung Immenstadt


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