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Wandelzeit: Die Zeit des Ahrimanischen

16. Feb. 2021 | Von: Stefan Brönnle | Kategorien: Mythische Wesen, Wesen, Zeitqualität, Götter, Wandelzeit | 6 Kommentare

Bild einer strahlenden Erde. darin Ahriman

Rudolf Steiner sah für das 3. Jahrtausend die Inkarnation Ahrimans voraus, der vorher eine starke Verdichtung ahrimanischer Kräfte vorausgehen sollte. Sind solche Verdichtungen aktuell erkennbar?

Ahriman

Aber der Reihe nach: Wer oder was ist Ahriman?

Der Name Ahriman stammt aus den zoroastrischen Schriften Persiens (Mittelpersien, etwa 3.-6. Jahrhundert). Der ursprüngliche Name in der Avesta war Angra Mainyu, eine Kraft der Zerstörung. Angra Mainyu könnte man in etwa als "zerstörerischer Geist" übersetzen, er ist Spenta Mainyu, dem "heligen Geist", entgegengesetzt. Eine klar dualistische Vorstellung. Anga Mainyu wandelte sich ins mittelpersische Ahriman.

In der Anthroposophie Rudolf Steiners ist Ahriman ein Geistwesen, das der Natur und dem Menschen Struktur und Materie verleiht. Es steht polar Luzifer gegenüber, der Kraft der Entmaterialisierung und Vergeistigung. Obgleich auch in der Anthroposophie Ahriman durchaus als eine der Christuskraft dualistisch entgegen gerichtete Kraft gesehen wird, bevorzuge ich eine nicht-dualistische Betrachtung: Ahriman - die Kraft und der Geist der Verdichtung - und Luzifer - die Kraft und der Geist der Entdichtung und ungeerdeten Vergeistigung. Beide Kräfte können in ihrer Absolutheit gefährlich werden (wenn ich sie persönlich auch nicht als "böse" sehe), so wie eine Naturgewalt gefährlich, ja tödlich sein kann: Ein Erdrutsch zieht in die Tiefe, ein Tornado zieht Dich in die Höhe.
Auch Ahriman besitzt also in den Lehren Steiners eine Geistigkeit, jedoch ist es eine kalte Intelligenz, die Reduktion auf Fakten, die der Seele entbehren. Ein Geist, der nach Steiner, der Menschenseele den Zugang zur geistigen Welt verunmöglichen will (während Luzifer in "falsche" Welten lockt).

(Lit.:GA 107, S. 247)

Die Zeit der Verdichtung

„Geradeso wie es eine Inkarnation Luzifers im Beginn des 3. vorchristlichen Jahrtausends (in China) gegeben hat, wie es die Christus-Inkarnation gegeben hat zur Zeit des Mysteriums von Golgatha, so wird es einige Zeit nach unserem jetzigen Erdendasein, etwa auch im 3. nachchristlichen Jahrtausend, eine westliche Inkarnation des Wesens Ahriman geben."

(Lit.:GA 193, S. 165)

Woran würde man eine Verdichtung ahrimanischer Kräfte erkennen?

Typisch ahrimanische Bewegungen im kollektiven Gesellschaftsgeschehen sind:

  • Zunahme und Höhergewichtung maschineller Vorgänge gegenüber Handwerk und Kunst.
  • Bestimmte kognitive Leistungen des menschlichen Gehirns wie Merken und Erkennen werden zunehmend von Maschinen übernommen.
  • Die Naturwissenschaft wird von der spirituellen Erkenntnis getrennt. Algebra z.B. dient der Problemlösung, Zahlensymbolik spielt darin keine Rolle. Geometrie dient der Berechnung von Flächen und Körpern, der höhere Sinn der sogenannten heiligen Geometrie geht verloren, usw.
  • Seelische Fächer wie Musik und Kunst sind intellektuellen Fächern wie Mathematik und Physik in der Schule untergeordnet.
  • Krankheit und Gesundheit werden in der Medizin auf ein mechanistisches Körperkonzept reduziert.
  • Kreativität wird in der Gestaltung zunehmend durch die mechanistische Nachbildung fester Module ersetzt. Z.B. finden in der Landschaftsplanung (ebenso natürlich in anderen gestalterischen Berufen) zunehmend CAD-Programme Anwendung. Diese geben z.B. bestimmte Schwünge (Bögen) in Wegeführungen vor. Andere Formen sind nur schwierig umzusetzen und werden vom Programm stets modifiziert.

"Die Kultur verlangt die Ahrimanisierung. Aber ihr muß an die Seite gestellt werden, was nun aus dem menschlichen Inneren heraus arbeitet, was aus dem menschlichen Inneren wiederum Weisheit, Schönheit, Kraft, also Stärke schöpft in der Imagination, in der Intuition, in der Inspiration."

(GA 202, Seite 52f, Ausgabe 1980, 296 Seiten)


Gerade das Jahr 2020 zeigte eine Verdichtung ahrimanischer Kräfte par excellence!

  • Eine Krankheit wird auf ein Virus reduziert.
  • Dieses Virus wird ausschließlich durch Computer identifiziert und diagnostiziert (PCR-Test), weitere Diagnosen oder eine Virusisolation finden praktisch nicht statt.
  • Zur technischen Bekämpfung dieses Virus werden alle menschlichen Lebensäußerungen nach unten geschraubt.
  • Auch die Staaten verhärten ihre Grenzen.
  • Arbeiten ist erlaubt, Freizeit und Begegnung begrenzen sich zunehmend auf virtuelle Bilder.
  • Kunst und Kultur werden als "nicht systemrelevant" angesehen.
  • Kreative ganzheitliche Ansätze der Gesundheit werden ignoriert und sogar bekämpft.

Der Mensch wird selbst zu einem funktionierenden quasimaschinellen Wesen. Menschliche Bedürfnisse werden beiseite gewischt. "Man kann ja in die Hände klatschen!". Der Naturphilosoph Jochen Kirchhoff nennt dies die Anbetung des "Megatechnischen Pharaos".


Trennung von Bewusstsein und Materie

Ebenso wie im Gesundheitswesen gewinnen zunehmend ahrimanische Denkansätze bei ökologischen Problemen die Oberhand. Microsoft Gründer Bill Gates, ein Computermensch durch und durch, investiert stark in die Entwicklung einer neuen Technologie. Um der Klimaveränderung der Erde entgegen zu wirken, sollen mit dem Stratospheric Controlled Perturbation Experiment (SCoPEx) sonnenreflektierende Aerosole - u.a. Kaziumkarbonat - in 20 Km Höhe in der Atmosphäre freigelassen werden, um die Sonne zu verdunkeln. Die nächste Phase des Experimentes ist bereits für Juni 2021 in Schweden vorgesehen! (Quelle)

Neben dem technokratischen Ansatz eines solchen Denkens, der unübersehbar ist, besitzt diese "Lösung" auch eine starke ahrimanische Symbolkraft: Die Sonne, DAS Bewusstseinssymbol schlechthin, soll verdunkelt, der Mensch vom unmittelbaren spirituellen Erkenntnislicht abgetrennt werden. Kalziumkarbonat ist eine chemische Verbindung der Elemente Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff mit der chemischen Formel CaCO3, ein farbloser, kristalliner Feststoff, dessen Kristallstruktur aus den Ionen Ca2+ und CO32− besteht. Er tritt natürlicherweise als das Mineral Calcit (Kalkspat) auf , gibt den Knochen Festigkeit und ebenso den Exoskeletten von Krebstieren. In seiner Mineralisierung und Verdichtung kann man ihn als einen typisch ahrimanisch-verdichtenden Stoff verstehen. Dieser soll nun zwischen Sonne (Bewusstsein) und Erde gebracht werden, um diese stärker zu trennen. Welch ahrimanischer Gedanke!

Die saturnisch-ahrimanische Kraft der Kalzinierung ist in der Alchemie mit einem wesentlichen Erkenntnisprozess verbunden. Das saturnische Prinzip kann dem Menschen dazu verhelfen, eigene Begrenzungen zu erkennen und die negativen Persönlichkeitsanteile zu berichtigen. Hier führt der alchemische Prozess der Verdichtung letztlich zu einer seelischen Befreiung. Wird jedoch die ahrimanische Seite der Verdichtung und Strukturierung in seiner Absolutheit gelebt, erstirbt der Mensch seelisch, er wird zu einem Roboter, der nur noch in seinen geistig-seelischen Grenzen lebt. Dann stirbt der Mensch sozusagen seelisch in die Materie hinein, anstatt sich vom Bewusstsein der Erde durchlichten zu lassen.

So ist auch die heutige Zeit als eine Zeit zunehmender ahrimanischer Kräfte zu verstehen. Nutzen wir sie alchemisch als Calcinatio auf dem Weg zum "Stein der Weisen".

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Bild © Stefan Brönnle (Vorlage Thinkstock)

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Kommentare

Simone StemmerSimone Stemmer

Die Verbindung zu Pachamama und zu den Elementen sowie zu unseren Brüdern und Schwestern aus dem grünen Reich und dem Tierreich ist das wichtigste . Computer und Technik ist immer ein Diener. Es liegt an jedem persönlich ob daraus ein Gott gemacht wird.

Martha BaerMartha Baer

Danke!

Ja, die Verbindung mit der Natur, mit Mutter Erde und allen Wesen, ist mir sehr wichtig. Und gegen ein Smartphone wehre ich mich, solange es geht...

Stefan BrönnleStefan Brönnle

natürlich! Bleib in Kontakt mit dem Lebendigen: Der Natur, den Tieren, Pflanzen und Elementen. Vergiss das Smartphone und bleibe online mit den Kräften der Erde...

Martha BaerMartha Baer

Ich spüre diese Verdichtung seit rund 10 Jahren. Und es macht mir Angst, zum Roboter zu werden. Wie kann man sich schützen? Gibt es einen Weg aus diesem Dilemma?

Stefan BrönnleStefan Brönnle

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