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Nomen est Omen

13. Feb. 2021 | Von: Stefan Brönnle | Kategorien: Mythen, Symbole | 2 Kommentare

Schriftzug Nomen est Omen

Die Redensart "Nomen est Omen", was soviel wie der Name ist ein Zeichen bedeutet, stammt soweit eruierbar vom römischen Dichter Plautus (250-184 v. Chr.) aus seinem Theaterstück Persa. Die Redensart bringt zum Ausdruck, dass der Name eine innere Bedeutung besitzt, die für das Leben der Person oder ihr Umfeld charakterisierend ist. In der Literatur werden daher zum Beispiel sogenannte "sprechende Namen" verwendet: Charaktere einer Geschichte verraten über ihren Namen dem Leser Tief- oder Hintergründiges über ihre Rolle, oder sie geben einen Hinweis auf die Entwicklung der Geschichte. J.K.Rowling ist ein wahrer Fan von sprechenden Namen und zeigt dies in den Harry Potter-Romanen ausführlich: Draco Malfoy setzt sich so z.B. zusammen aus Drache (Draco), dem altfranzösischen Wort für böse mal und dem französischen foi, was soviel wie "Glaube" heißt. Drache Bösglaub könnte eine deutsche Übersetzung sein. Der Werwolf Remus Lupin bezieht sich einerseits auf das römische Geschwisterpaar Romulus und Remus, die bekanntlich von einer Wölfin aufgezogen wurden, andererseits bedeutet "lupinus" im lateinischen "des Wolfs". So könnte man endlos in den Geschichten weitermachen.

Ich selbst konnte natürlich ebenfalls ausgiebige Hinweise auf meinen Namen finden. Brönnle, der kleine Brunnen oder die Quelle, findet sich als schwäbische Namensgebung und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es im Raum Tübingen eine Ortsbezeichnung gibt, die S'Brönnle heisst.

In der chinesischen Gartenarchitektur ist die Namensgebung eines Gartens von großer Bedeutung. Sie muss die Atmosphäre ebenso widerspiegeln wie die Motive des Eigentümers. Die Namensgebung gleicht einem Ritual in der Ortsgestaltung.

Schauen wir uns unter diesem Gesichtspunkt doch einmal die Familiennamen von drei Politkern an, die aktuell mit ihrem Namen die Medien bestimmen:

Spahn

Wie viele Nachnamen ist es vermutlich eine Berufsbezeichnung, wie andere häufig vertretene Familiennamen, die sich daran anlehnen zeigen: Spahn, Spähnle, Spohn, oder noch deutlicher Schnitzspahn, Spanhölzl, Spenlehauer usw., leiten sich höchstwahrscheinlich vom Beruf des Spanschnitzers her. Späne waren so etwas wie die Streichhölzer der alten Zeit. Sie konnten ein großes Feuer entzünden, ohne selbst ein großes Licht zu sein. Das Span im Spanferkel dagegen hat nichts mit den Holzspänen zu tun. Vielmehr leitet dieses sich vom mittelhochdeutschen spen ab, was die Zitze des Schweins meint. Es nimmt also Bezug auf einen Säugling, das Ferkel, das an den Zitzen seiner Mutter hängt und geschlachtet wird, bevor es erwachsen ist, so wie der Span verbrennt, wenn er das große Feuer entzündet hat.

Merkel

...el-Endungen verkleinern (ähnlich dem -le in Brönnle). Es ist also die Verkleinerungsform der Mark. Wie in Dänemark, Neumark, Altmark, Uckermark usw. ist mit der Mark ein Gebiet und v.a. seine Grenze gemeint. Es leitet sich ab vom mittelhochdeutschen marc oder march, was Grenzland meint, bzw. dem althochdeutschen marcha für Grenze. Die Grenzen wiederum wurden dann markiert. So steht der Name Merkel schon in einer Beziehung zum Grenzthema und verkleinert dieses. Es ist das "nicht so schlimm, wir schaffen das!" das grenzwertig für viele im Umfeld wird.


Söder

Bei Ortsbezeichnungen wie Sood, Söder, Soden usw., die sich vom mittelniederdeutschen und mittelhochdeutschen sōt für Quelle, Salzquelle oder Brunnen ableiten, scheint die Beziehung klar. Söder wäre demnach jener, der an eben jenem Brunnen wohnt (eben wie Brönnle). Sood vom indogermanischen seu, seut meint sieden, aber auch sich bewegen. Söder wäre demnach jemand, der etwas zum Kochen oder Sieden bringt. In Kombination mit dem Brunnen, meint sod dann auch das aufwallende (scheinbar siedende) Wasser, oder auch eine mit Wasser gefüllte Vertiefung im Erdboden (einen Sumpf oder Morast). Sod meint stets die Tiefe, also den tiefen Brunnen, der eine Salzquelle anzapft, die Vertiefung usf.. Diese Tiefe kennt die jüngere Edda als einen Ort zwischen dem eiskalten Niflheim und dem aus Glut und Hitze bestehenden Muspelheim. Es ist die "Kluft der Klüfte", der "gähnende Abgrund", der leere Raum am Anfang des Weltgeschehens (vergleichbar mit dem griechischen Chaos und dem jüdischen Tohu wabohu), der eine neue Welt gebiert. Surtr (Söder), "der Schwarze", bewacht diese abgründige Tiefe und will dereinst die Verbindung von Midgard (Menschenwelt) und Asgard (Götterwelt) zerstören.

Gottseidank können selbstverständlich Namen auch stets völlig anders gedeutet werden!

Satire. Die Ableitungen sind alle echt, die Interpretation natürlich satirisch

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Bild © Annavee/shutterstock

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