Wandelzeit-Ritual: Das Rufen des Lichtes


Kerze vor der sichtbaren ErdsichelNach unserer Wahrnehmung geht mit Ende Januar eine Zeit zu Ende, in der geistig-seelische Kräfte die Erde mit ihren Geschöpfen (auch dem Menschen!) ihre Kontrolle aufgezwungen haben. Neue Impulse treten ins Leben und in unser Bewusstsein. Sie bringen ein neues Licht. Um diesen Lichtimpulsen eine rituelle Unterstützung zu geben, habe ich unten ein Ritual modifiziert, das ich für diese Jahreszeit schon einmal vorgeschlagen hatte.

Der Hintergrund

Anfang Februar wird im Jahreszyklus eine bedeutende Schwelle erreicht. Das Licht wird nun bedeutend stärker und die Tage spürbar länger. Die Kelten feierten die Geburt des Frühlings: Imbolc. Nach dem Sonnenkalender ist dies der 2. Februar. Im christlichen Kontext wird Maria Lichtmess gefeiert. Neben dem Licht steht die Reinigung im Zentrum des Festes. Imbolc, abgeleitet vom irischen imb-folc, bedeutet "Reinigungsfest". Im christlichen Sinne entspricht es der "Lustration", die ebenfalls mit Reinigungsriten verbunden ist. Im Brauchtum wurden alle Lichter im Haus entzündet und es fanden Lichterprozessionen statt.

Der Zeitpunkt

Wie oben erwähnt, ist Imbolc (Maria Lichtmess) nach dem Sonnenkalender der 2. Februar. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass im keltischen Kontext die Sonnenfeste (Frühlingsequinox, Sommersonnwende, Herbstequinox und Wintersonnwende) sonnenbetonte Feste waren, während die im Keltischen rituell viel höher gewerteten "Zwischenfeste" (Imbolc, Beltane, Lughnasadh und Samhain) Mondfeste waren, die auch zu verschiedensten Mondphasen stattfanden.
Selbst bei den "Mondfest-Vertretern" gibt es große Unterschiede. Manche feiern Imbolc am 2. Vollmond nach der Wintersonnwende, manche am 2. Neumond nach der Wintersonnwende, wobei einige ab der Wintersonnwende zählen, andere erst ab dem 1. Vollmond nach der Wintersonnwende, usw. Ich erwähne dies, weil es oft Gegenstand von Diskussionen ist, möchte den Disput hier aber nicht vertiefen.

Ich schlage als Zeitpunkt für dieses Ritual den 2. Neumond nach der Wintersonnwende vor. Dabei ist tatsächlich das Auftreten der ersten Neumondsichel und nicht etwa Schwarzmond gemeint! Das erste zarte Aufflammen der Mondsichel entspricht sehr gut der Jahreszeitlichenqualität der Rückkehr des Lichtes. Ebenso empfehle ich für das unten angeführte Ritual aus dem gleichen Grunde der passenden Analogie den Mondaufgang.

Dementsprechend wäre die Zeitempfehlung der 13.Februar 2021 zum Zeitpunkt des Mondaufgangs. Bei uns ist dies 8:35 Uhr (also kurz nach dem Sonnenaufgang). Du kannst den Mondaufgang am 13.2.2021 für Deinen Ort sehr schön dieser Website entnehmen: https://sunrisesunset.de/mond/
Im Übrigen gibt es astrologisch an diesem Tage eine dreifache Konjunktion von Venus, Merkur und Jupiter im Wassermann!

Das Wandelzeit-Imbolc-Ritual

Lege bereit:

  • 5 Kerzen (am besten in hohen Gefäßen, damit sie ruhig und sicher eine Zeit lang brennen können)
  • Wenn Du räuchern möchtest, eignen sich lichte und durchlichtende Pflanzen wie z.B. Engelwurz, Bernstein und Birkenrinde.

Das Ritual

  • Lösche alle Lichter in Deinem Haus
  • Gehe in die Mitte Deiner Wohnung/ Deines Hauses und verweile dort.
  • Gehe in Deine eigene Mitte und werde Deines göttlichen Funkens gewahr, der immerwährend darin brennt, jenes Bewusstseinslicht, das stets verbunden ist mit Gaia und dem All-Einen.
  • Wenn Du den Kontakt zu diesem innerlichen Licht wahrnehmen kannst, entzünde in der Mitte Deines Hauses die erste Kerze.
  • Wenn Du willst, kannst Du sagen: „Ich rufe das Licht des GAIA-Bewusstseins".

  • Wende Dich nun nach Osten, der Richtung des kommenden Frühlings und dem Geburtsort des Lichtes. Begib Dich zu der Hausecke (innen), die dem Osten am nächsten liegt (wenn also das Haus z.B. exakt in den Haupthimmelsrichtungen gebaut ist, in die Südostecke).
  • Bleibe Dir Deines inneren Lichtes bewusst, nimm eine weitere Kerze vor Dich, entzünde Sie und rufe:
    „Ich rufe das Licht der Neuen Erde!"

  • Gehe nun im Uhrzeigersinn zur nächsten inneren Hausecke – die dem Süden am nächsten liegt – entzünde die dritte Kerze und sage:
    Ich rufe das Licht des Seelenwassers GAIAs!"

  • Wende Dich nun nach Westen und gehe zur Hausecke, die dem Westen am nächsten ist. Entzünde die 4. Kerze und sage:
    „Ich rufe das Licht von GAIAs Drachen und ihrer Kräfte"

  • Schließlich wendest Du Dich nach Norden und gehst zur dortigen Ecke. Entzünde die 5. Kerze und sage:
    „Ich rufe das Licht des Sternenbewusstseins GAIAs!"

  • Vollende den Kreis, in dem Du noch einmal zur Ostkerze gehst. Verbinde Dich bewusst mit dem wachsenden Licht des Ostens und des Frühlings und trage es symbolisch wieder in die Hausmitte.


  • Lass die Kerzen brennen, bis sie niedergebrannt sind oder alleine verlöschen.
  • Du kannst nun noch einmal das Haus mit Räucherwerk umrunden. Alternativ kannst Du den Rauch auch bei der Kerzenrunde mit Dir tragen.

 

Ich danke Dir für Dein Mitwirken!

 

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Bild © Stefan Brönnle (Vorlagen: MarcelClemens/Shutterstock & fotolia)


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