Wandelzeit: Das Mondjahr


Vollmond über WasserWir hatten uns im Beitrag "Wandelzeit: Saturn und Pluto"  die Zeitqualität dieses Jahres astrologisch aus der Perspektive dieser beiden Planeten betrachtet, im Folgenden möchte ich ebenfalls einen Blick auf das Jahr 2020 aus der Perspektive eines "Planeten" wagen: Des Mondes.

Genau genommen ist dies keine astrologische Betrachtung, sondern die Betrachtung der Zeitqualität aus der Perspektive des Ritualkalenders und genau genommen ist der Mond auch kein Planet. Er wurde aber klassischerweise wie auch die Sonne, die ja ein Fixstern ist, zu den sieben Planeten hinzugezählt.

In der Betrachtung des rituellen Kalenders wird jedes Jahr einem eben dieser sieben klassischen Planeten zugeordnet. Ordnet man diese nach ihrer geozentrischen Umlaufzeit, so kommt es zu der Reihung

S SaturnTabelle Planetenjahre

j Jupiter

h Mars

s Sonne

g Venus

f Merkur

d Mond



Rechnerischer Jahresbeginn ist die Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleiche. 2020 nun ist - wie aus der Tabelle ersichtlich - ein Mondjahr.
Der Mond ist mythologisch in vielerlei Hinsicht der „Zwillingsplanet" der Erde. Beide sind durch ihre Gravitation mit einander verbunden. So braucht der Mond für eine Rotation um die eigene Achse genauso lange wie für eine Umrundung der Erde, weshalb wir stets nur eine Seite des Mondes zu Gesicht bekommen. Mondjahre haben daher ähnlich wie der Mond mit seinen Phasen unmittelbaren Einfluss auf die geomantischen Erdqualitäten. Mit dem physischen Mond kommen Ebbe und Flut, das Mondjahr regiert das "Seelenwasser" der Erde.

Der altägyptische Mondgott Thot, der in der Gestalt eines Hundes oder eines Pavians, den Mond auf dem Kopf trägt, ist der Vertreter des Sonnengottes Re auf der Oberwelt, wenn die Sonne in der Unterwellt weilt. So stellt der Mond den Gegenpol zur Sonne dar, das Unbewusste als Gegenpol der Bewusstheit. Das Jahr 2020 wird daher von Kräften regiert, die das Unbewusste in uns triggern. Es ist schwierig diese bewusst zu fassen zu kriegen.

Thot lehrt die Menschen Kunst und Wissenschaft. In Griechenland wurde er Hermes genannt. Die hermetische Tradition ist die okkulte Wissenschaft, die wie der Mond in seiner schwarzen Phase für viele Augen unsichtbar ist. 2020 lässt uns daher die okkulte, die "magische" Seite der Wissenschaft offenbar werden. Das Mondjahr konfrontiert uns in der Wissenschaft mit Dingen, die wir eigentlich gar nicht sehen können. Wir müssen darauf vertrauen (oder eben nicht), dass diese da sind. Ihre Kräfte und Auswirkungen aber spüren wir sehr wohl.

In der Mythologie der Brahmanen in Indien ist der Mond die Heimat der verstorbenen Seelen. Der Mond zeigt sich hier als das Seelenhafte. In einem Mondjahr ist das Ahnenthema somit viel stärker präsent als in anderen Planetenjahren. Dies gilt zum einen für den unmittelbaren Kontakt mit den Ahnen, zum anderen aber auch für ihre Taten und Handlungen, die bis in unser Leben hineinwirken. Wie das Unbewusste lässt der Mond die normalerweise verborgenen karmischen Taten der Ahnen offenbar und spürbar werden.

Mondjahre sind vor allem eins: Emotional geprägte Jahre. Wir werden mit unseren Ängsten und Hoffnungen konfrontiert, mit unseren tiefsten Sehnsüchten und Abneigungen. Wie der Mond sich in seinem Zyklus immer wieder versteckt und dunkel wird, so gibt es in Mondjahren starke emotionale Auf- und Abs, was im einen Moment überwunden geglaubt ist, ist im nächsten wieder voll da, was gestern galt, gilt heute nicht mehr, aber dafür übermorgen vielleicht wieder. Auf ein solches Wechselbad der Gefühle sollten wir uns 2020 einstellen und das nicht nur individuell.

So wie die Sonne den Herrscher vertritt, vertritt der Mond das Volk. Mondjahre sind Jahre des Volkes. In diesen Zeiten wird das Volk kollektiv ebenfalls auf seine Ängste und Sehnsüchte zurückgeworfen und dies durchaus im Wechsel. Es sei daran erinnert, dass der Shutdown nur 3 Tage nach dem Frühlingsbeginn und damit nach dem Beginn des Mondjahres ausgerufen wurde.

Mondjahre sind Zeiten des Rückzugs und der Familie, es sind aber vor allem Zeiten, innere Wandlungen zu durchlaufen. Sie rufen bisweilen das Volk auf, aus der Dunkelzone herauszutreten und die ganze Kraft als Vollmond zu entfalten.

Rituell steht in Mondjahren natürlich die Kraft des Mondes im Mittelpunkt. Kummulationszeitpunkte sind v.a. jeweils die Zeit des Voll- und Dunkelmonds, insbesondere wenn diese auch noch nahe an Jahresfesten liegen.
Neben der bereits vergangenen Mondfinsternis vom 17. April (Zeitnah die Verlängerung des Shutdowns) dürfte die Halbschatten-Mondfinsternis am 5. Juni 2020 von rituellem Interesse sein.

 

 

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Bild © kdshutterman/shutterstock

 


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