Die heilende und vorbeugende Kraft des Räucherns


Asklepiosstab im RauchText: Stefan Brönnle, Sibylle Krähenbühl

Jedes Jahr rollen vor allem in der Winterzeit Krankheitswellen über das Land - und dies seit Jahrtausenden. So haben sich traditionelle Methoden entwickelt, die das Haus und seine Bewohner schützen, die Ansteckungsgefahr drastisch vermindern und sogar das Immunsystem stärken. Neben der Einnahme von Kräutern (z.B. als Tee) steht hier vor allem das Räuchern mit an erster Stelle. Das Haus, aber auch seine Bewohner werden in solchen Zeiten regelmäßig geräuchert und dadurch gereinigt.

Bevorzugt kommen traditionell bei der Krankheitsvorsorge zum Einsatz:

Beifuß

Dem Beifuß wurden stets schützende Eigenschaften zugeschrieben. In die Glut geworfen, sollten alle schlechten Einflüsse verbrennen und die Gesundheit gar für ein ganzes Jahr gewährleistet sein. Die Beigabe von Beifuß im Räucherwerk baut einen wirksamen Schutz für Haus und Bewohner auf. Die Wirkung des Beifuß ist antiseptisch, so dass auch der ausgedrückte Saft der Blätter auf Wunder geträufelt wird, um weitere Infektionen zu vermeiden. Eine Beifußräucherung reinigt die Luft von unliebsamen Krankheitskeimen.

 

Wacholder

Der Wacholder ist eine der ganz alten magischen Pflanzen. So war es Brauch, vor dem Wacholderstrauch aus Respekt den Hut zu ziehen und ihm Opfer darzubringen. Wacholderzweige wurden gar in die Grundmauern eines neu gebauten Hauses mit eingelegt, um das Haus vor energetischen Angriffen zu schützen. Insbesondere bei seuchenartigen Krankheiten wurde Wacholder gerne im Haus verräuchert, auch er besitzt eine ungeheuer starke antiseptische Wirkung. Dies ist inzwischen auch schulmedizinisch bestätigt. Vor allem das Holz des Baumes wirkt hier gegen Krankheitskeime. So wurde eine Wacholderholz-Räucherung der Ställe z.B. bei Maul- und Klauen-Seuche erfolgreich angewandt.

 

Fichtenharz

"Guten Morgen Frau Fichte, ich bring Dir meine Gichte" heißt ein alter magischer Spruch, der Krankheit auf den Baum überträgt. Gerade bei Atemwegserkrankungen wie Husten wird verräuchertes Fichtenharz eingesetzt, um festsitzenden Schleim zu lösen. Zu starker Raucheinsatz kann aber gerade bei krampfartigem Husten durch das ätherische Öl verstärkend wirken. Hier sollte man nur mäßig agieren. Gerade zur Vorbeugung reinigt das Fichtenharz auf wunderbare Weise das Haus von die Atemwege belastenden Krankheitskeimen.

 

Tanne

Die Tanne gilt in jenen Gegenden, in denen sie natürlicherweise wächst, als axis mundi, als eine Himmel und Erde verbindende Säule. Heilige Tannen sind in diesen Gegenden bis heute nicht selten und werden inzwischen christlich verehrt. Auch die Tanne wirkt bevorzugt auf die Atemwege. Pfarrer Kneipp empfahl bei Atemwechserkrankungen zerschnittene, ausgekochte, noch grüne Tannenzapfen. Das Räuchern mit Tannennadeln und -zapfen desinfiziert das Raumklima, wirkt schleimlösend und hustenstillend.

 

Kampfer

Auch der Kampfer - vor allem Holz und Rinde - regt Kreislauf und Atmung an. Vorsicht ist - vor allem bei Kindern - geboten, da Kampfer giftig ist. Kampfer kam früher vor allem in Salben gegen Erkältungskrankheiten zum Einsatz. Verräuchert oder als ätherisches Öl verdunstet, wirkt der Kampfer schleimlösend.

 

Lavendel

Der Lavendel war schon im antiken Rom ein beliebtes Zeremonialkraut. Der Lavendel entspannt, ohne müde zu machen. Lavendel wurde früher in den Bauernhäusern großzügig auf den Lehmfußboden gestreut, da er die Luft frisch und sauber hielt. Er hält ungute Energien fern und war eines der bevorzugten Kräuter in Pestzeiten. Als eine Pflanze mit starken ätherischen Ölen kann Lavendelöl heute sehr gut auch über Duftlampen im Raum verbreitet werden.

 

Salbei

Natürlich darf in unserer kleinen Auflistung der "Räucher-Hausapotheke" auch der Salbei nicht fehlen. "Wer auf Salbei baut - den Tod kaum schaut", heißt es in den alten Kräuterbüchern. Der Legende nach soll die Mutter Gottes dem Salbei die Kraft verliehen haben, Menschen von jeder Krankheit zu bewahren und vor dem Tode zu retten. Dies findet sich auch in seinem botanischen Namen wieder, denn "Salvia" kommt vom lateinischen salvere = gesund sein, bzw salvare = heilen. Der Salbei hat verräuchert eine extrem starke keimtödende Wirkung. So ist es eine gute Empfehlung - gerade in dieser Zeit der Krankheitswellen - Haus und auch unmittelbar die Bewohner mit Salbei kräftig abzuräuchern.

 

In neuerer Zeit kamen wie schon im Text erwähnt auch verstärkt naturreine ätherische Öle zur Anwendung. In Duftlampen verdunstet besitzen diese eine sehr ähnliche Wirkung wie das Räucherwerk.

So wünschen wir eine gute Gesundheit!

 

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Bild © Stefan Brönnle (Bildgrundlagen: Christos Georghiou/Shutterstoch & OmiStudio/Shutterstock)


Kommentare (1)

  1. Simone Roob:
    13.03.2020 12:16

    Danke Stefan, allein das Lesen Deiner Worte bestätigt mich in meinen Annahmen zum Tagesgeschehen und wirkt stärkend im Hinblick auf die Zukunft. Wir bleiben Täter :) Herzliche Grüße

  1. 1

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