Unsere Pflanzengeister - Die Himbeere


HimbeereAndere Namen: Ambas, Amber, Entenbeer, Himkes, Himmere, Himpelbeer, Hintperi, Hohlbeere, Katzenbeere, Kindlbeer, Madebeere, Mollbeere

Der Name der Himbeere - althochdeutsch Hintperi – leitet sich von „Hind“ ab, der Hirschkuh (Hindin). Dementsprechend also „Beere der Hirschkuh“. Hirschkühe sollen mit Vorliebe Himbeerblätter fressen. Die Himbeere kommt damit aber auch in den Dunstkreis der Hindin-Symbolik, die als >Verbindung der Seele zur Göttlichkeit< definiert werden kann und eine starke Andersweltsymbolik trägt.
Der botanische Name „Rubus idaeus“ soll sich nach dem römischen Schriftsteller Plinus (23.n.Chr.) von Rubus = rot und dem Berg „Ida“ ableiten.

Ida war aber auch die Tochter des kretischen Königs Melissos. Sie fand den damals noch jungen Göttervater Jupiter schreiend in den Bergen und wollte das weinende Kind beruhigen. Dazu pflückte sie ihm eine Himbeere. Als sie sich über den Himbeerstrauch neigte, blieb sie mit der Brust an einem Dorn hängen. Ihr Blut tropfte auf die damals noch weißen Beeren und färbte sie für immer rot.
Ida erscheint als ein Aspekt der sogenannten Roten Göttin (dem nährenden und fruchtbaren Göttinnenaspekt).

Auch im Brauchtum findet sich dieser Aspekt wieder: Durch den Verzehr der Beeren werden Liebesgefühle entfacht und Frauen, die ein Kind erwarten, können Himbeerblätter zur Schmerzlinderung während der Schwangerschaft und bei der Geburt bei sich tragen. Zweige vom Himbeerstrauch gehören zum für Liebesorakel verwendeten „neunerlei Holz”, das am Andreasabend (30. November) geschnitten und in die Vase gestellt wird. Blüht es bis Weihnachten, komme der Bund mit dem Liebsten zustande.

Daneben steht der starke transformative Aspekt der Himbeere. Himbeerzweige werden vor die Haustür und ans Fenster gebunden, um zu verhindern, dass die Seelen Verstorbener wieder das Haus betreten. In der altindischen Mythologie galten Himbeeren als "hinderlich" in Bezug auf das spirituelle Erwachen, da sie „negative Schwingungen“ anziehen und transformieren. Insbesondere bei Astralreisen wird davor gewarnt, in die Nähe von Himbeersträuchern zu kommen, da man in diese hineingezogen werden könne. Auch hierin zeigt sich der „Andersweltcharakter“ der Pflanze. Verhexten Pferden band man Himbeerzweige um den Leib, um die Geister aus dem Tier zu ziehen.

Für Räucherungen wurden die getrockneten Blätter der Pflanze verwendet, um Haus und Hof von bösem Zauber zu reinigen. Zudem soll der Rauch das Glück magisch anziehen und Liebende schützen.

Die Blütenessenz der Himbeere hilft, innere Widerstände aufzulösen, um wieder mit dem ganzen Potential am Leben teilzunehmen. Sie wird also eingesetzt, wenn man das Gefühl hat, dass die Lebensumstände zu eng geworden sind.


Die Himbeere – Geist der Seelentransformation und der Liebe



Bild: © Stefan Brönnle


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