Unsere Pflanzengeister - Der Flieder


Violetter FliederAndere Namen: Huckauf, Pfingstblume

Der wilde Flieder kommt ursprünglich aus dem Balkan und verbreitete sich vor allem mit den Türken in Europa. Mit dem deutschen Namen „Flieder“ wurde ursprünglich der Holunder benannt. Dieser wird z.T. in Norddeutschland noch heute so genannt. Der botanische Gattungsname Syringa leitet sich vermutlich vom lateinischen Wort für die Klistierspritze ab, wurde aber seinerseits zunächst für den Pfeifenstrauch benutzt. Unsere Farbe „Lila“ leitet sich unmittelbar vom Flieder ab, denn der türkische Name der Pflanze ist „Lilac“.

Die ersten Flieder kamen etwa im 10. Jahrhundert mit den Mauren nach Spanien und im 16. Jahrhundert wurde er dan
n auch bei uns eingeführt, daher ist das mit ihm verbundene örtliche Brauchtum verständlicherweise rar gesät.
Nach der griechischen Legende verwandelte sich die Nymphe Syrinx in einen Flieder um den Nachstellungen des lüsternen Pan zu entgehen. Pan schnitt aus den Zweigen des Flieders seine erste Flöte.

Die Fliederblüte ist vierteilig, doch wer eine fünfteilige findet und isst, dem ist das Glück hold und er bleibt bei Gesundheit. Auch für Orakelzwecke wurde der Flieder im Volksbrauchtum genutzt: Man steckt eine Blüte in die Hautfalte des Daumens und bewegt den Daumen hin und her. So oft dies möglich ist, ohne, dass die Blüte herunterfällt, so viele Lebensjahre hat man noch.

Mit getrocknetem Flieder, der am Karfreitag vor Sonnenaufgang gepflückt wurde, wurde am Ostersonntag das Haus ausgeräuchert, damit alle Ratten verschwanden. Allgemein wurde die Pflanze für Schutz und Reinigung verräuchert.

Als eine Pflanze, die zum Höhepunkt des Frühjahrs im Übergang zum Sommer blüht, ist er symbolisch sowohl mit dem Neubeginn als auch der Fülle verbunden. Der Flieder soll uns erinnern, unsere innere Fülle zu leben und nicht durch den Alltag verschütten zu lassen.

Die Blütenessenz des Flieders ist ein starker allgemeiner Energieanreger. Sie richtet uns auf und lindert damit Verspannungen v.a. im Wirbelsäulenbereich. Gleichzeitig harmonisiert die Pflanze das Verhältnis zur Natur und wird mit Naturgeistern in Verbindung gebracht (Nymphe).

Der Flieder – Geist der Fülle


Bild © Stefan Brönnle


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