Ort des Schutzes und der Verbindung: Die eigene Mitte


Frau vor gelbem Himmel, entspannt, wahrnehmendDas erste Zeichen seelischer Gelassenheit, so meine ich, ist innehalten zu können und bei sich selbst zu verharren”

Seneca

 

 

 

 

 

 

 

Die „eigene Mitte“ ist kein geometrischer Schwerpunkt des Körpers, sondern jener Ort in Ihnen, an dem Sie sich ganz bei sich selbst, ganz authentisch fühlen. Dieser Raum kann im Brustbereich sein oder im Bauch, aber ebenso gut seitlich versetzt sein. Dieser Ort der innerlichen Präsenz, der „Anwesenheit“ und der Verbindung mit dem ureigensten Wesen ist Erdungsort, Schutzzone und Verbindungsknoten mit dem geistigen Raum in einem. Die Nutzung und der Einbezug der eigenen Mitte ist daher förderlich in ritualen, in der Heilungs- und Erdheilungsarbeit, in Radiästhesie, Geomantie und schamanischer Arbeit.  Die folgende Übung soll noch einmal helfen, sich der eigenen Mitte bewusst zu werden.

 

Übung Die eigene Mitte

Phase 1: Die eigene Mitte finden

Setzen Sie sich bequem hin. Schaffen Sie sich innerlich Freiraum. Schließen Sie die Augen und atmen Sie einige Male tief ein und aus. Wenn Sie möchten, können Sie in den „Alphazustand“gehen, den Zustand der entspannten Aufmerksamkeit, wie er in Techniken wie Silva Mind Control, autogenem Training u.a. gelehrt wird.

Nun spüren Sie in Ihren Körper, Ihre Zehen, Füße, Beine. Werden Sie sich des Beckenraumes bewusst, Ihres Bauchs und der Brust. Nehmen Sie Hände, Unter- und Oberarme wahr. Schließlich spüren Sie den Hals- und Kopfraum. Nehmen Sie nun Ihren ganzen Körper wahr. Spüren Sie dessen Grenze, Ihre Haut......lassen Sie sich dafür Zeit!

Und nun versuchen Sie wahrzunehmen, wo sich Ihre Mitte befindet. Wo spüren Sie sich selbst, Ihr innerstes Wesen am besten? Gehen Sie dort mit Ihrer Aufmerksamkeit hin. Wie fühlt sich dieser Ort, dieser Raum an? Wie groß ist er? Hat er eine Farbe? Einen Ton oder gar eine Melodie? Verweilen Sie in Ihrer Mitte!

 

Phase 2: Der Weg zur eigenen Mitte

Wenn Sie Ihre Mitte gefunden und erspürt haben, bewegen Sie Ihr Bewusstsein an die Grenze des Körpers, Ihrer Haut. Nehmen Sie diesen Übergang von innen und außen wahr - und kehren Sie dann in die eigene Mitte zurück. Wiederholen Sie dies mehrmals.

Nun gehen Sie einen Schritt weiter: Öffnen Sie die Augen und sehen Sie ein Objekt der Umgebung an. Nehmen Sie es auch gefühlsmäßig und akustisch wahr. Schließen Sie die Augen wieder und kehren Sie zurück in die eigene Mitte. Wiederholen Sie diesen Gang nach außen und zurück in die eigene Mitte mehrmals.

Diese Übung verhilft Ihnen dazu, den Bewusstseinsweg von einem Objekt der Realität zu Ihrer eigenen Wirklichkeit der Mitte zu finden. Es ist wichtig, diesen Weg so gut es irgend geht zu kennen. Unsere Mitte ist unser Bezugspunkt, der Kern unseres Wesens (oder zu mindest so nahe daran wie es nur geht).  In manchen Wahrnehmungsprozessen vor allem geistiger Wirklichkeiten kann es geschehen, dass wir uns zu verlieren glauben. In einer solchen Situation ist die eigene Mitte ein stabiler Anker. Ein Ort des Seins, der uns hilft, Verwirrungen zu überstehen. Wann immer Sie das Gefühl haben, dass Sie von dem Wahrgenommenen überwältigt werden, dass Sie sich verlieren oder sich nicht mehr spüren können, kehren Sie zurück in die eigene Mitte!

Die Lokalisierung der eigenen Mitte des Körpers kann sich durchaus ändern. Vielleicht nehmen Sie sie eine Weile lang im Bauch war und nach einiger Zeit in der Brust. Das ist in Ordnung. Der physische Ort kann sich ändern, aber das Gefühl in der Mitte zu sein, bei sich zu sein, wird bleiben. Dieses Gefühl, verbunden mit weiteren Ankern wie Farben oder Klängen ist Ihr Wegweiser zur eigenen Mitte. Mit etwas Übung werden Sie blitzartig den Weg zur eigenen Mitte finden können, um sich so spontan innerlich zu stabilisieren. Den Weg zur eigenen Mitte zu kennen ist für mich der Schutzmechanismus für das Bewusstsein überhaupt. Sie können die merkwürdigsten Bewusstseinserfahrungen durchlaufen, Ihre Mitte führt Sie zu sich selbst zurück.

 

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Bild © fotolia

 


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