Die Kraft ritueller Objekte


FederKraft-Objekte oder heilige Objekte sind Gegenstände, die erst durch den Schamanen besondere ‚Kräfte' und ‚Qualitäten" bekommen. Kommen sie selbständig zum schamanisch arbeitenden Menschen, sind es „Helfer”, die sich an der Arbeit beteiligen. So kommt z.B. die Feder eines Vogels zum Menschen, dessen Kraft ihn in der Arbeit unterstützt, oder dessen Geistwesen ihn in der anderen Wirklichkeit begleitet. Sie sind „selbständig“ agierende Helfer, die durchaus in der Lage sind, die Fähigkeiten des Menschen zu verstärken und ihm als weiser Begleiter z.B. vor Gefahr zu warnen, oder ihm die „richtige“ Richtung in der Arbeit zu weisen.

Das Erstellen eines Kraftobjektes wiederum ist eine heilige Arbeit. Während der Arbeit wird durch die Kraft der Absicht der Geist in das Objekt gerufen. Die Weihung und würdevolle Nutzung wiederum verstärkt die Kräfte, die durch die Haltung und geistige Absicht des Menschen in das Objekt einfließen, sich dort speichern und vermehren. Die Kraft ist nun nicht nur im Menschen, sondern auch im Gegenstand. Sie kann zu einem eigenen Wesen werden und ebenso kraftvoll zurück auf den Menschen wirken.

Sibirische SchamaninAlle so genutzten ‚Helfer' und „Kraftobjekte‘ sind Vermittler, die eine Verbindung herstellen zum Bewusstseinsfeld aller Dinge.

Klassische Kraftobjekte im Schamanismus sind z.B.:

  • Die Feder: Sie wird zum Verteilen des Rauches genutzt, aber auch zum unmittelbaren Ausstreifen der Aura oder auch zum Durchtrennen von Verbindungen. Eine Version sind komplette Schwingen eines Vogels.
  • Die Trommel: Sie wird z.B. für die Trancearbeit genutzt. Der Klang des Taktes von ca. 4 Hz induziert im Gehirn Theta-Wellen (Trance). Mittels der Trommel werden aber auch Geister rituell gerufen und Orte, bzw. Auren gereinigt.
  • Der Stab: Der Stab ist ein klassisches Kraftobjekt und findet im Zepter der Könige, im Marschallstab, im Hirtenstab, Bischofsstab, im Taktstock der Dirigenten, ja im Zauberstab u.a. seine Fortsetzung. Im Stab verankern sich oft Persönlichkeitsanteile seines Besitzers, so dass der Stab als Surrogat, als Stellvertreter, Anwendung finden kann. Er wird aber auch zum Ausstreifen der Aura oder als radiästhetisches Instrument (Rhabdomantie) genutzt.
  • Das Schamanenkleid: Es hilft dazu in die Rolle des Vermittlers zu treten. Oft werden wiederum kleinere Kraftobjekte wie Federn und Knochen am Schamanenkleid befestigt und bauen Brücken in die Geisterwelt. Eine Fortführung des Schamanenkleides sind Masken, mit denen der Schamane in die Rolle bestimmter Geister tritt.

 

 

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Text: Sibylle Krähenbühl/Stefan Brönnle

 

Bilder:
Trommel  © Thinkstock
Feder © fotolia

 


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