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Ostern, der Mond und die Sterne

25. März 2016 | Von: Stefan Brönnle | Kategorien: Mythen, Symbole, Brauchtum, Astronomie | 1 Kommentare

Grab Christi mit Rundem Stein, der das Licht raubt

In den wenigsten Fällen sind wir uns bewusst, wie sehr unsere religiösen Mythen durch das Geschehen am Himmel beeinflusst sind. Ja, da war mal was mit einem Stern, der drei Weisen den Weg zeigte, aber sonst hat das Christentum wohl kaum “astrale Mythen” vorzuweisen, oder? Betrachten Sie einmal das christliche Glaubensbekenntnis:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.....

Christus als lunarer Heros

Christus stirbt und wird in ein Grab gelegt. Vor dieses Grab wurde nach jüdischer Tradition ein runder Stein gerollt. Nun stellen Sie sich die “strahlende Lichtgestalt” vor, als die Jesus gilt. Der Stein nimmt langsam immer mehr von diesem Licht weg, bis es ganz verschwunden ist. Drei Tage bleibt es verschwunden, dann ist Jesus auferstanden und der Stein ist fortgerollt. Dieser religiöse Mythos beschreibt das Ereignis des “sterbenden Mondes”, dessen Licht mehr und mehr abnimmt und zur Sichel wird, bis es gar nicht mehr zu sehen ist. Nun ist er “hinabgestiegen in das Reich des Todes”. Der Mythos wurde vermutlich aus matriarchaler Zeit übernommen, in der die schwarze Göttin, die Göttin des Todes und der Wandlung, mit dem abnehmenden und natürlich auch mit dem “schwarzen” Mond assoziiert wurde. Nach drei Tagen ersteht das Licht des Mondes neu. Christus ist auferstanden!

Christus und das Sternbild Jungfrau

So ist nicht nur das Begräbnis Christi, sondern sogar sein Lebensweg durch Sternenmythen vorgezeichnet. Das Sternbild der Jungfrau wurde in Griechenland als die Göttin Demeter verehrt, die ihre Tochter Kore betrauert und ihr beider Auferstehung hilft. Ihre Attribute waren Ähre und Traube. Ist es nur ein Zufall, dass die Hauptsymboliken des Christentums Brot und Wein werden? Das Sternbild Jungfrau geht um Weihnachten um Mitternacht im Osten auf. In der Nacht heißt es, wurde Jesus geboren. Um Ostern dagegen, der Zeit der Kreuzigung und des Todes mit späterer Wiederauferstehung, geht das Sternbild Jungfrau morgens im Westen unter und der Frühlingsmond mit ihr. Ostern war das alte Frühlings-Mondfest! Die Jungfrau Maria übergibt ihren Sohn mythologisch der Erde. Zu dieser Zeit steht die Sonne in den Fischen (Ichtys = Fisch ist ein Apronym für Jesus Christus und war das Symbol der frühen Christen; ICHTYS bedeutet Iesous (Jesus) Christos (Christus) Theou (Gottes) Hyios (Sohn) Soter (Retter/Erlöser)). Der Sonnenaufgang am Ostermorgen repräsentiert die Auferstehung.

Bild © Stefan Brönnle

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Kommentare

AntjeAntje

vielen dank für diesen wunderbaren blog, den ich mit höchstem interesse verfolge.



jesus wird in der bibel öfter als morgenstern genannt.

und bezeichnete sich selbst so.



Offb 22,16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern.



alles liebe

antje

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