Johanna Mark über GeistSeele, Miasmen und Ahnenkräfte des Landes


(dieses Interview führte Anja Daume von Hagia Chora mit Johanna Markl)

Was bedeutet für Sie selbst „Heimat“?

Johanna MarklIch bin in Franken geboren und wohne seit 1991 in Norddeutschland. Wenn ich in meine Heimat fahre, dann ist es, als würden meine Zellen aufatmen, sich entspannen. Sie kennen das Klima, die Luft und die Menschen, es ist eine Art umfassende Selbstverständlichkeit. Obwohl ich seit 19 Jahren hier lebe, empfinde ich den Ort, trotz An- und Einbindung an die Ahnenkräfte, immer noch als Gegenüber.
Man ist mit Landes- und Ahnenkräften verbunden und von ihnen geprägt. Ich spreche oft von einem „Landschaftsmiasma“ als eine bestimmte Art von Grundenergie, die von einer Landschaft ausgeht und auf die dort lebenden Wesen im Positiven wie im Negativen einwirkt. Den Begriff „Miasma“ habe ich meiner Erfahrung als klassische Homöopathin entlehnt. Es meint Urkraft oder Urgrund, eine Disposition, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu verhalten und zu reagieren.
Aus der Betrachtung eines Landschaftsmiasmas lässt sich auch ableiten, was ein Mensch braucht, um sein Gleichgewicht zu erhalten, um fruchtbar und im Einklang mit den kosmischen Zyklen zu sein. Jede Landschaft ist von ihrer Erd- und Menschengeschichte, den Gesteinen sowie ihrer Position auf der Erde geprägt und hat eine eigene Landschaftskraft.
Oder, anders ausgedrückt, die Geist-Seele der Erde zeigt sich je nach Ort in ihrer Gestalt und Symbolik anders. Frauen aus Ostpreußen beispielsweise haben meist andere Bilder der Landeskräfte als Frauen aus anderen Regio­nen, wie z. B. den Alpen. Ich erkläre es so, dass ein bestimmtes Landschaftsahnenfeld sich in die Schwingung der DNA der Menschen über Generationen hinweg einwebt. Dieses Feld geben sie an ihre Nachkommen weiter, es schwingt in der Aura ihrer Zellen. Mit fremden Orten in Resonanz zu kommen, sich vertraut zu fühlen, ist dann möglicherweise schwierig, weil die Schwingung der DNA nicht immer kompatibel ist.

Wie kann ich mir das Landschaftsahnenfeld vorstellen?

Bamberg und Johanna MarklDas persönliche Ahnenfeld ist eine Schwingung, eine Feldqualität im weitesten Sinn, die sich in der Wahrnehmung durch Bilder – auch von Tieren und Pflanzen - ausdrücken kann. Dieses Feld betrifft nicht nur die Landschaft, sondern als Gruppenfeld auch die Menschen.
Verwurzelung bedeutet, mit dem Ahnenfeld - dem persönlichen und dem Landschaftsahnenfeld – in Kontakt zu sein. Das führt zu einem Austausch, der beide stärkt.

Wie kann ich einen Zugang zu diesem Feld finden?

Die Ahnenkräfte der Landschaft sind erdgeschichtlich geprägt. Die Entstehungs­geschichte und die Qualität der Gesteine, die eiszeitlichen Verschiebungen, Vulkan­ausbrüche, das starke Spiel zwischen Land und Wasser – all das gehört für mich zu den Ahnenkräften. Dazu kommen die Prägungen durch Pflanzen, Tiere und die Menschen mit ihren spirituellen Mythen, die hier gelebt haben. All das drückt sich auf vitaler, emotionaler und geistig-spiritueller Ebene aus. Je nachdem, zu welcher Ebene ich Zugang habe, zeigt sich die Information in einer bestimmten Form.
Dann gibt es eine Wechselwirkung zwischen Menschen und Land. Ich gehe davon aus, dass Menschen vor der Megalithzeit dem Land im Austausch mit dem Kosmos Namen gegeben haben. Damit etwas existiert, muss es erkannt und gespiegelt werden. Ein Kind in einem Zimmer, das ohne Zuwendung ist, stirbt, weil es sich nicht als Lebewesen erfährt. Ich glaube, genauso ist es mit einer Landschaft: Ein bestimmtes Potenzial entfaltet sich erst durch Kommunikation. Und ein Teil der Ahnenkräfte entstand, weil sie als Qualität erkannt und benannt wurden, also durch Zuwendung und Kommunikation mit der Erde. Daraus entwickelte sich dann Kultur. Das Erkennen an sich ist ein Schöpfungsakt. Dann werden die Ahnenkräfte immer menschlicher.
Damit ich das Gefühl habe, anzukommen und Heimat zu fühlen, muss ich in Resonanz mit diesen Kräften geraten können. Ich muss bei mir selbst ein Bewusstsein schaffen für die Kräfte der Landschaft und der persönlichen Ahnen, die ich mitbringe. Dazu ist es gut, an meinem ursprünglichen Heimatort oder dem Lebensraum meiner Vorfahren mit den dortigen Kräften in Resonanz zu kommen und mich dort, durch Erkennen, neu zu verwurzeln. Aus dieser Anbindung beziehe ich meine Kraft und Sicherheit.
Leben ohne Wurzeln entfremdet, es können nicht alle eigenen Kräfte freigesetzt werden. Was folgt, ist eine Art von Leere und Sinnlosigkeit. Suchtanfälligkeit ist ein Teil davon.

Wie äußert sich das konkret? Und wie kann mir diese Kraft der alten Anbindung helfen, an meinem jetzigen Wohnort heimisch zu werden?

Es ist wichtig, dass man lernt, sich für verschiedene Kräfte zu öffnen. Auch das Verabschieden sollte Raum haben, damit etwas Neues entstehen kann.
In der Praxis heißt das zum Beispiel, an den Ursprungsort der eigenen Familie zu gehen. Der Impuls, dorthin zu gehen, ist immer da. Es geht nun darum, sich auf das Land der Vorfahren einzulassen. Das kann aufwühlend sein: Viele Frauen in meinen Kursen berichten, dass sie dort das erste Mal das Gefühl hatten, ganz und richtig zu sein. Aber letztlich geht es darum, sich mit sich selbst zu versöhnen, es geht um Loslassen und bewusstes Verabschieden, denn es gibt meist kein Zurück. Ich gehe an den Ort, um ihn zu begrüßen, mich mit meinen Wurzeln und Ahnen zu verbinden, die durch mich weiterleben können. Ich befriede diese Kräfte. Und dann verabschiede ich mich bewusst von diesem Ort.

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Das komplette Interview kann HIER nachgelesen werden

Tipp:

22.-27.9.2015 Seminar mit Johanna Markl: GeistSeele des Landes - Zyklen des Lebens. Info HIER


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