Unsere Pflanzengeister – Die Schafgarbe


SchafgarbeAndere Namen: Achilleskraut, Augenbraue der Venus, Bauchwehkraut, Blutstillkraut, Feldgarbenkraut, Frauenkraut, Frauendank, Gachelkraut, Gänsezungenkraut, Garbenkraut, Gotteshand, Grillengras, Grundheil, Grützblume, Heil der Welt, Jungfrauenkraut, Katzenkraut, Katzenschwanz, Margaretenkraut, Schafrippenkraut, Tausendblatt, Teekraut, Teufelsnessel, Katzenschwanz, Lämmerzunge, Wiesenjod

Der lateinische Name achillea leitet sich von dem griechischen Helden Achilles ab, der die Heilpflanze entdeckt und zur Wundheilung verwendet haben soll. Sein Speer hatte die Fähigkeit sowohl zu töten, als auch zu heilen. Die Schafgarbe soll aus Splittern dieses Speeres entstanden sein. Der Artname „millefolium“ bedeutet „Tausendblatt“.
Der deutsche Namenszusatz „-garbe“ wird u.a. vom althochdeutschen „garwe“ abgeleitet, was „Gesundmacher“ bedeutet.

Einer Legende nach soll sich der heilige Joseph bei der Arbeit mit dem Holzhobel verletzt haben. Daraufhin pflückte ihm das Jesuskind eine Schafgarbe und die Wunde heilte rasch. In Frankreich wird das Kraut auch heute noch herbe des charpentiers = "Kraut der Zimmerleute" genannt.
Man schrieb die Schafgarbe dem heiligen Johannes zu, sie wurde am Vorabend des Johannistages um Häuser und Kirchen gepflanzt, so dass diese vor bösen Geistern und vor Krankheit geschützt seien.

Die Schafgarbe gilt als "Ärztin" für verletzte Böden. Sie hatte auch den Beinamen "Jod der Wiesen und Felder" oder „Heil der Welt“.

Neben der Heilwirkung, diente die Schafgarbe vor allem als Orakelpflanze: Die Kelten nutzten sie zur Wetterdivination und sagten aus der "Signatur" der getrockneten Schafgarbenstengel die Zukunft voraus. Wenn eine Frau bei Vollmond eine Schafgarbe vom Grab eines jungen Mannes pflückt und diese unter das Kopfkissen legt, so soll sie von ihrem Zukünftigen träumen. Wenn man wissen will, ob man von seinem Partner wirklich geliebt wird, kitzelt man sich mit Schafgarbe in der Nase und spricht den Satz:

"Garbe, oh Garbe, bei diesem sanften Hieb
Nase, so blute, wenn mein Schatz mich liebt"

Wenn man einen Zweig Schafgarbe an seine Augenlider hängt, soll man sehen, wer gerade an einen denkt.
In China wurden die Stengel der Schafgarbe zu Orakelzwecken (I GING) verwendet. Dort symbolisiert die Pflanze einen Gelehrten.

Von ihrem Wesen her hilft die Schafgarbe u.a. bei Wahrnehmungsstörungen, sie ist intuitionsstärkend, fördert die Traumarbeit, unterstützt das Hervorbringen von Visionen, und eignet sich allgemein gut zum Orakeln. V.a. ihre Wurzel wurde als Talisman getragen, um hellsichtig zu werden.

Das Räuchern mit Schafgarbe fördert innere Weisheit und Leichtigkeit, verhilft zu Wahrträumen und klaren Visionen, schützt vor negativen spirituellen Einflüssen und unterstützt beim Streben nach Weisheit.

Die Blütenessenz der Schafgarbe gibt das Gefühl, von einem schützenden, lichten Mantel umhüllt zu sein. Die Schafgarbenessenz reinigt und stärkt auch unsere Aura. Die Essenz zentriert, man ist nicht mehr so leicht ablenk- und irritierbar, behält seine Konzentration und bleibt handlungsfähig.

Die Schafgarbe: Visionäre Heilerin



Bild: © Stefan Brönnle


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