Feldveränderung: Opus spicatum


Angedeutete Wasserader mit darüber gesetzten schräg stehenden Ziegelsteinen: Opus SpicatumDas sogenannte „Opus spicatum“ ist eine alte Feldveränderungstechnik (hier im Versuch). Mittels schräg gestellter Steine (hier: Kalkziegel), die exakt auf die Mitte einer Wasserader ausgerichtet sind, lässt sich eine Wasserader deutlich in ihrer Intensität vermindern; - bisweilen so stark, dass sie keinen Wünschelrutenausschlag mehr provoziert und somit als „gelöscht“ benannt werden kann.

Das Opus spicatum (lateinisch „Ährenwerk“, weil die schräge Setzung der Steine wie eine Ähre aussieht) wurde schon im Altertum als sogenanntes „Packlagenfundament“ verwendet. Vor allem in Mittelhessen sind etliche Kirchen belegt, die das Opus spicatum als Baukunst aufweisen.

Symbolisch steht das Opus spicatum dem Motiv des Lebensbaumes nahe und hat damit apotropäische (unheilabwehrende, schützende) Funktion.

Bild © Stefan Brönnle

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