Wege der Kraft


Mann sitzt unter Baum mit der Hand auf dem Herzen. In der Brust ist die Erdkugel zu sehenWohin wir auch gehen, alle Lebensformen bilden ein gemeinsames, riesiges, vielschichtiges Lebensnetz, von dem auch wir ein Teil sind. Dieses Leben ist kostbar, tief durchdrungen von einer Essenz, die, wenn wir sie selbst wahrnehmen können, als heilig empfunden wird. Gerade jetzt, wo die ganz aufs Äußerliche gerichtete Macht das Gesicht ihrer Zerstörungswut und Manipulation ganz offen zeigt, ist es wichtiger denn je, Sinn und Vision tiefer Menschlichkeit und seelischer Identität mit aller Kraft und Stärke zu zeigen. Wir sind viele, die den gängigen Weg von Konsum, Wirtschaftswachstum, Entwürdigung von Mensch, Tier, Pflanzen und Erde nicht mehr akzeptieren.

Es gibt inzwischen vielerlei gelebte Visionen, wo Neues für eine andere Lebensweise erprobt und gelebt wird. Soziale, ökologische und regionale Projekte mehren sich, denn wir alle sehen, dass der alte Weg die Kräfte der Lieblosigkeit und Zerstörung nur noch mehren kann.
Doch gleichzeitig sind wir noch nicht zu einer neuen Kultur herangewachsen. Es sind gleichsam vielerlei Inseln in einem großen Meer, deren Kraft erst gebündelt werden muss, um die Kultur von morgen begründen zu können. Diese Kraft ist eine innere Kraft, die Wirklichkeiten erschafft und kollektive Bewegungen in Gang zu setzen vermag. Sie wurzelt unmittelbar in der MITTE unseres Seins, in der Mitte der Seele, ja der Existenz an sich.

Nun braucht es jene Impulse, die diese Kraft aus unserer Mitte in allen Menschen entfachen werden, um sie wie ein Feuer der Seele zu entzünden und wie ein Lauffeuer über die ganze Erde auszubreiten. Dafür brauchen wir die Offenheit den Impuls zuzulassen, den Mut aus unseren Verletzungen herauszutreten und die Tatkraft für ein würdevolles und heiliges Leben einzutreten. Wir brauchen die Kraft, unserer aller Schatten – auch die Schatten, die unsere Politik geschaffen hat – zu erkennen, ihnen entgegenzutreten und zu wandeln.

Wir stehen mit einer solchen gewaltigen Aufgabe aber nicht alleine. Die Erde als Urraum des Lebens und große Weltenseele durchdringt alle Ebenen des Seins. Sie ist die alte Weberin, die das Lebensnetz der Schöpfung für alle webt. Sie durchdringt auch die menschliche Seele und webt ihre Weisheit eines kosmisch-geistigen Lebens permanent in alles Leben hinein. Sie ist die Sophia, die göttliche Weisheit, von der wir lernen können. Die Erde begleitet den Weg der Heilung und erschaut die Würde, die in jedem Lebewesen innewohnt: Dem Berg, dem Fluss, dem Tier, der Pflanze und dem Menschen.

Gaia schenkt den Segen und bildet den Urraum für die menschliche Evolution, doch nun fordert die Erde auch uns auf, Teil des Lebensnetzes zu sein und unsere Aufgaben und unsere Verantwortung zu übernehmen. Wenn wir dies tun, wird uns die Kraft für den globalen Wandel geschenkt werden. Im Innern werden wir getragen sein, denn viele Bewusstseins- und Lebensformen werden uns auf diesem Weg unterstützen!

Sibylle Krähenbühl


Ausbildung Schamanische Geomantie

Bild: © Fotolia verändert
 

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