Unsere Pflanzengeister - Das Scharbockskraut


ScharbockskrautAndere Namen: Butterblume, Erdgerste, Feigwurzeliger Hahnenfuß, Feigenkraut, Gichtblatt, Himmelsbrot, Himmelsgerste, Himmlisches Manna, Pfennigsalat, Skorbutkraut, Wilder Weizen.

Das Scharbockskraut gehört mit zu den ersten Frühjahrsblühern. Die sternförmigen gelben Blüten ahmen die Sonne nach und die Blätter enthalten das – insbesondere in früheren Zeiten – nach langen Wintern sehr wichtige Vitamin C. Hierauf beruht auch sein Deutscher Name. Das Scharbockkraut ist die Volksmundvariante des Skorbut-Krauts. Skorbut ist eine Vitamin C-Mangel-Krankheit und für manchen Seefahrer war die Pflanze ein letzter Rettungsanker. Aber Vorsicht, die Pflanze ist schwach giftig. Sie enthält geringe Mengen Protoanemonin, das vor allem in der Blühzeit entsteht, weshalb man die Blätter nur in geringer Menge und vor allem vor der Blüte verzehren sollte.
Der botanische Artname Ranunculus ficaria“ lässt sich auf „ficus“ = Feige zurückführen und ist das Äquivalent zum Volksnamen „Feigwurzeliger Hahnenfuß“. Der Name bezieht sich auf die Form der teilweise feigenartig-keulenförmig angeschwollenen Wurzelknollen.

Der Großteil der Mythologie bezieht sich auf die nährende Kraft des kleinen Kräutleins. Bei großen Hungersnöten, würde es einen „Getreideregen“ geben, eine „Gerste aus dem Himmel“ oder gar „herabfallendes Manna“, so die Sagen in verschiedenen Versionen. Die in den Blattachseln wachsenden und nach einem starken Regen oftmals zusammengeschwemmten Brutknöllchen (Bulbillen) der Pflanze wurden als „Kartoffelregen“ u.a. geehrt, gesammelt und gegessen.

Diese Brutknöllchen gleichen auch den nach einer Geschlechtskrankheit auftretenden Feigwarzen (daher Feigenkraut). Nach der Signaturlehre wurde die Pflanze deshalb gegen Warzen und Hämorrhoiden eingesetzt.

Magisch wurde die Pflanze vor allem gegen den „Bösen Blick“ eingesetzt. Vor allem Kinder, die diesem „bösen blick“ erlegen waren, wurden mit ihr abgeräuchert.

Die Blütenessenz des Scharbockskrauts hilft alte Muster zu überwinden und neue kreative Wege zu sehen und zu gehen, wobei aber die Realität durchaus nicht aus den Augen verloren wird.

Insofern ist das Scharbockskraut ein frühes nährendes Geschenk der Erde, der Großen Göttin. Sie vertreibt die Wintergeister, nährt und spendet die lichte Kraft der Sonne und damit auch die Fähigkeit, Altes hinter sich zu lassen.

 

Das Scharbockskraut – Geist des Neuanfangs

 

Bild © Uwe Wittbrock - Fotolia.com


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