Unsere Pflanzengeister - Das Leberblümchen


LeberblümchenAndere Namen: Blaue Schlüsselblume, Ebenauskraut, Fastenblume, Guldenleberkraut‚ Hasenwurz, Herzblümli, Himmelssterndl, Hirschklee, Leberkraut, Märzblümchen, Osterbleaml, Schwarzblätterkraut, Sohn-vorm-Vater, Vorwitzkraut, Blaue Windblume, Windrosenkraut

Der botanische Gattungname „Hepatica” leitet sich ab vom griechischen Wort für „Leber” (Herpar). Wegen der Ieberartigen Form der dreifachen Laubblätter und der violetten BIütenfarbe‚ wurde das Leberblümchen in der mittelalterlichen Signaturenlehre mit der reinigenden Kraft der Leber in Verbindung gebracht und galt wegen ihrer hohen Wirksamkeit lange als das Musterbeispiel der Signaturlehre.

Nach der griechisch-römischen Mythologie entstand das Leberblümchen aus dem Blut des Adonis, dem Geliebten der Göttin Aphrodite, nachdem dieser von einem Keiler getötet worden war. Es steht damit mythologisch auch mit dem Frühjahrsblüher Küchenschelle (Pulsatilla) in Verbindung, die aus den Tränen der Aphrodite/Venus entstand, die die Göttin über diesen Verlust weinte: "Hiermit gebe ich dir, meinem geliebten Adonis, die Gestalt einer lieblichen Blume, einer, die jedes Jahr von Neuem zu erblühen beginnt. So wie dem Sterben der Natur im Frühling mit der Auferstehung der Blüten begegnet wird, so soll auch dein Andenken jedes Jahr von neuem erblühen, Schönster der Schönen, mein Geliebter." Und indem sie so sprach, verwandelte sie das Blut des Adonis in eine wunderschöne Blüte. (Diese Sage wird aber auch auf das Adonisröschen bezogen).

Das Brauchtum verweist auf die starke reinigende und schützende Wirkung des Leberblümchens: Wer die drei ersten Blüten, die er im Frühling findet, verschluckt, bleibt das ganze Jahr über vom Fieber verschont. Wenn man die Milchgefäße mit dem Kraut des Leberblümchens einreibt, geben die Kühe viel Milch.

Krankenzimmer wurden mit getrockneten Blättern und Blüten ausgeräuchert, damit sich die Krankheitskeime nicht verbreiten konnten.

Die Blütenessenz des Leberblümchens hilft dem Körper und der Seele sich von altem Groll und Ärger (Leber) zu befreien. Liebevoll wird Platz für Neues geschaffen.

Das Leberblümchen - Zarter Geist des Neuanfangs



Bild: © Stefan Brönnle


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