Verbundenheit mit der Natur...


See und Wasserfälle….das ist ein starkes Bedürfnis des Menschen. Doch was verstehen wir darunter? Ist es der Sonntagsspaziergang im gepflegten Stadtpark? Das Wochenende in den Bergen, das wir in einer Hütte verbringen, zu der uns der Skilift brachte? Der Besuch eines „Kraftortes“ nach einer zweistündigen Autofahrt? Ist das die Verbundenheit, die wir suchen?

Momente der Verbundenheit geschehen – meist unbeabsichtigt und spontan. In einem Moment ist sie plötzlich da. Ein Schmetterling auf einer Blume kann sie auslösen, ein Sonnenuntergang, der Gesang eines Vogels.

Und doch bedarf es etwas. Es bedarf der Bereitschaft, diesen Moment, dieses Angebot zu nutzen, es bedarf der Achtung, diesen Augenblick nicht vorübergehen zu lassen und es bedarf der Zeit. Diese Zeit ist keine bestimmte Zeiteinheit, die auf der Uhr ablesbar wäre. Es ist die Zeit in uns. Die ganze Ewigkeit. Jetzt, in diesem Augenblick währt die Zeit ewig.

Auch, wenn dies keine konkrete lineare Zeitdauer ist, darf dieser kostbare Augenblick doch nicht von Zeitfragen bedrängt werden. Ein einziges „Das musst Du noch erledigen“ kann den Moment und die Verbundenheit zerstören.

Das einzige, was wir also tun können, um solche Momente zu erleben, ist dafür zu sorgen, dass die Möglichkeit dafür gegeben wird, dafür zu sorgen, dass wir diese Momente ZEIT HABEN.

Wir sehnen uns nach der Natur und nach einer innigen Verbindung zu ihr und doch zerstören wir sie – mit klingelnden Handys, mit vollen Terminkalendern, mit dringenden Mails, mit…..

Ein einziger solcher Moment kann Dein Leben verändern. Einmal die Ewigkeit in Dir vernommen zu haben, einmal der leise wispernden Stimme der Natur gelauscht zu haben, einmal von Mutter Erde berührt worden zu sein, kann Dich verändern.

Ist der Verlust eines Mobiltelefons, die Störung der Internetverbindung, der defekte Fernseher somit tatsächlich ein Verlust der Lebensqualität? Oder verlieren wir diese nicht gerade DURCH diese Geräte und unsere Abhängigkeit zu ihnen?

Verbundenheit mit der Natur. Es braucht nicht viel. Und doch verweigern wir es.




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