Vom Wesen der Natur-Wesen


Zyklopenartiges FelsengesichtNaturwesen sind Bestandteil des Volksglaubens und der Mythologie beinahe jeden Volkes. Hier eine Zusammenfassung wichtiger Philosophen und Ansichten über das „Volk“ der Naturgeister:

• Im Volksglauben sind Elementarwesen eigenständige beseelte Wesenheiten. Es sind „gefallene Engel“, die an Bäumen und Felsen „hängen geblieben“ sind. Oder verortete Wesenheiten, die aus einem Gesamtbewusstsein einer Sippschaft entstehen und sich in den Ort „hineingebären“ (Genius loci).
• Für Proklus von Athen sind Naturgeister „zwischen Göttern und Menschen wirkende und vermittelnde Kräfte“, die die Seelen der Steine, Pflanzen und Elemente darstellen.
• Nach Agrippa von Nettesheim stammen Elementarwesen aus der Weltenseele („himmlische Seele“). Sie können einem der vier Elemente zugeordnet werden und wirken an Erkenntnisprozessen des Menschen mit.
• Auch Paracelsus sieht ihr Wirken in den vier Elementen. Sie entstammen aus der Urmaterie und können im alltäglichen Bewusstseinszustand von Menschen nicht wahrgenommen werden. Elementarwesen haben eine Scheinindividualität, besitzen keine individuelle Seele, können diese aber über den Menschen erhalten.
• Für Rudolf Steiner entstehen Elementarwesen als Abschnürungen der Engel. Sie besitzen kein Ich, durchlaufen aber eine eigene geistige Evolution, die stark vom Erkenntnisprozess des Menschen abhängig ist, der die Wesen dadurch „erlöst“. Die geistigen Bilder von den Naturwesen gelten für ihn nicht als die tatsächliche Form der Wesen, sondern nur als „Veranschaulichungen einer geistiger Wirklichkeit“.
• Auch für Marko Pogacnik haben Elementarwesen eine eigenständige Evolution, für die sie aber nicht zwingend den Erkenntnisprozess des Menschen benötigen. Sie entstammen dem geistigen Erdenkosmos und sind die „emotionale Intelligenz“, die Gefühlsebene der Erde. Funktional sind sie „Steuerungszentren im Raum“. Sie fokussieren sich an bestimmten Orten, Bäumen, Quellen, Felsen, u.a. Die Bilder von Naturwesen sind symbolische Wiedergaben der Wahrnehmungsfähigkeit unseres Gehirns.
• In der Psychologie sind Elementarwesen keine eigenständigen Wesenheiten, sondern eine Resonanz der menschlichen Seele (Hellpach), bzw. mit dem kollektiven Unbewussten verbundene seelische Zustände (C.G.Jung), die nach außen projiziert werden. Obgleich sie keine eigenständigen Wesen sind, sind sie doch Bewusstsein, da die menschliche Psyche Teil der Natur ist.
• Der Biologe Rupert Sheldrake sieht in Elementarwesen morphische Felder. Morphische Felder sind verschachtelt und verflochten. Sie besitzen ein Gedächtnis und „organisieren raum-zeitliche Muster von rhythmischer Aktivität.“ „Sie nehmen Gestalt an und entwickeln sich wie Organismen“.
• In der Quantenphysik gibt es starke Parallelitäten: Informationspakete in einem informationstragenden, interaktiven Subquantenfeld, die auf das Bewusstsein des Menschen reagieren. Diese Pakete verhalten sich wie Solitone, also scheinindividuelle Strukturen, die Teil des Mediums (Äther) sind.
• Materie, ebenso wie elektromagnetische Wellen können als Ätherwirbel („Singularitäten“/ „Knoten“) betrachtet werden. Diese beeinflussen menschliches und tierisches Bewusstsein.

Was nun? Sind Elementarwesen nun tatsächlich Wesen oder nur Kraftfelder, Informationspakete oder Projektionen der menschlichen Seele?....

Tipp:

14.3.2015 Erde und Mensch: Geist der Landschaft KLICK

21.5.2015 Geistwesen als Begleiter KLICK

25.7.2015 Geistige Wesen in der Natur KLICK

 

Bild "Riesenfelsen" Mt. Saint Odile, Stefan Brönnle


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