Unser Gehirn ist ein erstaunliches Organ. Es verarbeitet Daten weit über eintausend mal schneller als der schnellste Supercomputer, den es derzeit auf Erden gibt. Es besteht aus etwa 100 Milliarden winziger Nervenzellen, den sogenannten Neuronen. Dies sind etwa so viele Neuronen wie es Sterne in unserer Galaxie gibt. Unser Gehirn ist eine eigene kleine Galaxie! Und jeder dieser Ne
uronen verbindet sich mit anderen Neuronen zu einem gigantischen Netzwerk: Jedes Neuron besitzt zwischen 1000 und 10000 Verknüpfungsstellen, sogenannte Synapsen. Insgesamt also etwa 60 Billionen! Allein ein Stück unserer Gehirnmasse in Sandkorngröße besitzt bereits 100000 Neuronen und eine Milliarde Synapsen. So entsteht ein gigantisches Netzwerk, das einem einzigen Zweck dient: Die Wirklichkeit zu erschaffen, sie wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Unermüdlich, vierundzwanzig Stunden am Tag, dreihundertundfünfundsechzig Tage im Jahr, unser ganzes Leben lang, arbeitet unser Gehirn. Dabei lernt es, verändert sich und bildet so immer neue Verbindungen, lässt alte absterben und kreiert sich so beständig selbst.
Auch wenn ich hier über unseren “Denkmuskel” schwärme, möchte ich vorausschicken, dass für mich das Gehirn nicht die Ursache unseres Bewusstseins ist, sondern vielmehr sein Werkzeug. Spätestens innerhalb von 7 Lebensjahren sterben alle Zellen unseres Körpers ab und werden durch neue ersetzt, auch die des Gehirns. Dennoch erfahren wir uns als ein kontinuierliches Individuum mit Erinnerungen - obwohl die Zellen, in denen unsere Erinnerungen zu nächst gespeichert wurden, längst nicht mehr existieren. Vermutlich erfüllt unser Gehirn in erster Linie Filterfunktionen, dient also dazu unser Bewusstsein zu begrenzen…
Tipp: 30.4.-3.5.2015 Grenzenlose Sinne KLICK
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