Fastnacht, Aschermittwoch und der Beginn des Frühlings


Karnevalsmaske und Familie mit Aschekreuz auf der StirnMit der Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit bis Ostern. Im christlichen Sinne soll dies an das vierzigtägige Fasten Jesu in der Wüste erinnern: 4 x 10 Tage ist eine Überhöhung der Zahlensymbolik der Zahl 4

Kurzgesprochen steht die 4 für die Welt als Ganzes (4 Elemente, 4 Himmelsrichtungen…..). Das Fasten erhebt den Geist über die materielle Wirklichkeit.

Vom Fasten leitet sich auch das Wort „Karneval“ ab = lateinisch „carne vale“ = „Fleisch, lebe wohl“.

Die eigentliche Karnevalszeit beschrieb eine Un-Zeit, in der die Gesetze der materiellen Welt aufgehoben waren. Sie hat ihren Ursprung u.a. in vorchristlichen Frühlings- und Fruchtbarkeitsriten. Das Tragen der Masken unterstützt die Identifikation, ursprünglich der Inkorporation von Geistern. Durch das Darstellen „negativer“, oder zumindest ängstigender Geistergestalten, wurde ihre Macht gebrochen, da diese nun anfassbar waren und ausgetrieben werden konnten. Beispiele hierfür sind die österreichischen Glöckler, Perchten, Krampusse u.a. Vor allem im allemannischen Karneval ist das Geister- und Winteraustreiben bis heute noch aus den örtlichen Bräuchen herauszulesen.

Mit Aschermittwoch nun, endet diese Zeit. Man bereitet sich auf den Frühling vor: Ostern, das Ostara-Fest. Die Bezeichnung „Aschermittwoch“ (lateinisch Feria quarta cinerum, ‚vierter Tag (= Mittwoch) der Asche‘ oder Dies cinerum, ‚Tag der Asche‘) rührt von dem Brauch, im Gottesdienst mit der Asche verbrannter Palmzweige ein Kreuz auf die Stirn der Gläubigen zu zeichnen.
Auch in diesem christlichen Brauch ist die Materie, das Alte, verbrannt (Kreuz = 4 Himmelsrichtungen) und das Fasten öffnet für das Neue. Der Aschermittwoch, der christlich auf Papst Gregor dem Großen (Ende 6. Jh.) zurückgeht, bezeichnet damit die Vorbereitung auf den neuen Jahresimpuls.



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