Bewusstseinsportal der Erde: Göttinnenfokus


Statuette Venus von Willendorf in einem Steinkreis

Die Erde besitzt ein mächtiges Bewusstseinsfeld. Als solches ist die Erde selbst eine Art Makrolebewesen, so wie es auch James Lovelock postulierte. Die spirituelle Ebene der Erde – Gaia – können wir so als ein mächtiges Wesen ansprechen. Papst Franziskus nennt dieses Wesen – um nicht mit dem christlichen Glaubenssystem in Konflikt zu geraten – in der Enzyklika „Laudato si" etwas paradox „unsere Schwester Mutter Erde". Dies lehnt an den Satz des Heiligen Franziskus an: „Das gemeinsame Haus ist wie eine Schwester, mit der wir das Leben teilen."

In Platos Timaios aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. lässt Plato den sternkundigen Timaios darlegen, dass die Welt als ein Kosmos betrachtet werden müsse, der ein Lebewesen mit Körper, Seele und Geist sei. Diese weibliche Seele sei älter und ehrwürdiger als die Götter selbst. „Die Weltseele strömt in die Hyle, die Materie, die es belebt, lenkt und ordnet", so Marco Bischof in „Tachyonen - Orgonenergie - Skalarwellen - Feinstoffliche Felder" (2002).
Origenes (185-254), Augustinus (354-430), Wilhelm von Conches (1080-1154), Renaissance-Denker wie Nikolaus von Cusa (1401-1464) und Giordano Bruno (1548-1600), Robert Fludd (1574-1637), Jakob Böhme (1575-1624), Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), Baruch Spinoza (1632-1677) und viele Andere bauen auf dieser Vorstellung auf.

Wir sind gleichsam eingebunden in das Erdenbewusstsein, jeder unserer Atemzüge atmet ihre Präsenz ein, jede Nahrungsaufnahme verinnerlicht ihren Körper wie in einer immerwährenden Eucharistie.

Das Bewusstsein Gaias ist allgegenwärtig. Und doch gibt es Orte, an denen das Erdbewusstsein direkter und unmittelbarer zu uns spricht. Solche „Portale zu Gaia" werden von mir als Göttinnenfokus bezeichnet: Orte des fokussierten Erdbewusstseins. Ich kenne nicht wenige solcher Orte und sie scheinen in sakralen Bauwerken und an Kultplätzen aller Zeiten präsent zu sein: Der Steinkreis von Hahnheide in Schleswig Holstein, die Walburgis-Kapelle auf der Insel Seeon, die Gnadenkapelle in Altötting, die ehemalige vorchristliche Kultstätte St. Ottilien in der Nähe von Lörrach bei Basel, verschiedene Orte auf dem heiligen Odilienberg, u.v.m.

Hier, an diesen Orten, erhältst Du unmittelbaren Kontakt zum Bewusstseinsfeld der Erde (manchmal nur wenig von den späteren Nutzungen überdeckelt oder „einfärbt"). Solche Göttinnenfokusse bringen das Erdbewusstsein in Dir, von dem auch jede Zelle durchdrungen ist, in Resonanz, lassen Wärme in Dir aufsteigen, den Körper vibrieren und Deine Seele erbeben. Die Portale zu Gaia sind wie Bewusstseinsporen, wie Kanäle oder Fahrstühle in den Thronsaal der Magna Mater. Hier begegnen wir dem scheinbar Fremden und doch so Vertrauten, weil uns beständig umgebend.

„Mutter Erde" ist keine leere Worthülse, es ist der verbale Ausdruck jener Kraft, die uns und allen hier lebenden Wesen das Leben ermöglicht.

Ätherisch bestehen Göttinnenfokusse aus einem Wall aus dem Elementeäther Erde, der den Ort begrenzt und schützt. Dieser ätherische Wall ist jedoch im Grunde nur das oberflächennahe Ende einer energetischen Trichterstruktur, die tief ins Erdinnere reicht. Wie ein Netzwerk überziehen diese „Seelenporen" der Erde den Globus und atmen die Erdenseele aus, die die Landschaft durchströmt und beseelt.

Göttinnenfokusse sind – obgleich radiästhetisch fassbar – nicht vergleichbar mit den oft recht mechanistisch betrachteten „Erdstrahlen" der Radiästhesie. Vielmehr tauchen wir in der Begegnung mit ihnen ein in die Lebendigkeit der Landschaft, in das seelenhafte Wirken und die geistige Präsenz der Erde.
Gerade in einer Zeit, in der Landschaft nur noch nach ihrem ökonomischen Wert als „Bauerwartungsland" geachtet wird, müssen wir unser Herz wieder für die Beseeltheit der Erde öffnen. Göttinnenfokusse müssen bewahrt, geschützt und geehrt werden, wenn nicht der Mensch zu einem kalten, gefühllosen, mechanistischen Nicht-Wesen verkümmern will. Diese Aufgabe der respektvollen Erforschung des Fokusnetzwerkes, der Struktur und der Wirkweise der Göttinnenfokusse ist ureigenste Aufgabe der Geomantie.

 

Das Erkennen und Erleben von Göttinnenfokussen ist Inhalt der
Geomantieausbildung Gaias Körper: Der Weg der Erdenhüter

 

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Bild © Stefan Brönnle (Vorlagen: Lakeland-Photos + jgaunion / istock)


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