Unsere Pflanzengeister - Der Blutweiderich


BlutweiderichAndere Namen: Ährenweiderich, Blutkraut, Isenhart, Greinkraut, Roter Weiderich, Stolzer Heinrich

Der botanische Name Lythrum salicaria lässt sich folgendermaßen ableiten: Der Artname salicaria ist eine Ableitung von salix = Weide und bezieht sich auf die weidenähnlichen Blätter. Der Gattungsname Lythrum leitet sich von griechisch lythron = geronnenes Blut ab. Manche beziehen dies auf die Blütenfarbe, die wie geronnenes Blut aussehen soll. Wahrscheinlicher ist jedoch die Wirkung der Pflanze. Wie auch schon der deutsche Name „Blutweiderich“ zeigt, hat sie eine blutstillende Wirkung. So war es vielerorts üblich, die Pflanze an frische Wunden zu halten, um die Blutung zu stillen.

Der christlichen Mythologie nach ist die Pflanze entstanden aus dem Blut des enthaupteten Johannes dem Täufer. Wie uns dieser mythologische Bezug zeigt, ist der Blutweiderich eine typische Pflanze der Sonnwendkulte (Johanni ist kurz nach der Sommersonnwende, Blüte ab diesem Zeitpunkt) Sie gehörte aber auch in die Würzbüschel der Kräuterweihe zu Maria Himmelfahrt.

Das Stillen von Blutungen und das Heilen von Verletzungen wurde auch seelisch gedeutet. Im Haus ausgestreut, sendet die Pflanze friedvolle Schwingungen aus. Schenkt man den Blutweiderich einer Person, mit der man Streit hat, werden die Streitigkeiten bereinigt. Hängte man einem wilden Stier einen Blutweiderichkranz um, so wurde er willig und zahm. Andererseits wurde er auch „Greinkraut“ genannt und es hieß, wenn man ihn ins Haus brachte, würde die Familie in Streit geraten. Man schrieb dies den Kobolden zu, die sich in der Pflanze gerne verstecken würden.

Auch als Blütenessenz sorgt der Blutweiderich dafür, dass zwischenmenschliche Beziehungen wiederbelebt werden und sich entspannen. Sie hilft aber auch, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen bei zu starker Bindung an bestimmte Personen, Ideen oder Dinge.

Bei Stress und Streit im Haus wurde die Pflanze gerne verräuchert, so dass die alten Probleme das Haus verließen. Dazu nutzte man meist die getrocknete Wurzel.

 

Der Blutweiderich – Geist des Friedens

 

 

Bild © Fotolia


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